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… das ist doch (k)ein Beinbruch

Ein Knochenbruch ist für jeden Menschen unangenehm; für einen Profisportler aber eben ein sprichwörtlicher Beinbruch – egal welchen Knochen es betrifft.

Komplexes Verletzungsmuster

„In meiner Sprechstunde stellte sich im Jahr 2019 ein 21-jähriger Profitänzer einer renommierten Ballett-Company mit Verdacht auf einen Bruch im Mittelfuß vor“, so Stefan Zeitler, Chefarzt Fuß- und Sprunggelenkchirurgie in der Maybach Klinik. Da Innenband, Außenbänder und vordere Syndesmose stark geschwollen waren, erfolgte zur weiteren Abklärung die Durchführung eines MRT des verletzten linken Sprunggelenks. Hierbei zeigte sich zusätzlich zur Fraktur des 5. Mittelfußknochens ein komplexes Verletzungsmuster mit Vorliegen einer Außenbandruptur, Innenbandruptur und ein Riss des vorderen Syndesmosenbandes.

Röntgenbilder der Fraktur von vorn und schräg

Ambulante OP und Nachbehandlung

„Nach primärer Ruhigstellung mit einem Unterschenkelwalker und Abschwellung der Weichteile konnte die OP ambulant eine Woche nach dem Unfall bei uns vor Ort in der Maybach Klinik durchgeführt werden“, so Zeitler. „Auch die Nachbehandlung erfolgte durch Ruhigstellung im US-Walker und Mobilisierung an Unterarm-Gehstützen.“ Selbstverständlich zunächst nur unter Teilbelastung.

Für die Zeit der Ruhigstellung vor und nach der Operation erfolgte eine Thromboseprophylaxe. Auch manuelle Lymphdrainage und frühzeitig intensives Restkörpertraining wurden durchgeführt.

Zurück im Tanztraining

Ab der 7. Woche nach der Operation war schmerzadaptiert die zunehmende Belastung des linken Fußes ohne Walker erlaubt. Intensive Physiotherapie mit krankengymnastischen Bewegungsübungen, manueller Lymphdrainage und propriozeptivem Training waren die nächsten Behandlungsschritte. „Mit Erfolg“, so Zeitler, denn bereits dreieinhalb Monate nach dem Unfallereignis konnte der Patient wieder voll und ohne wesentliche Einschränkungen ins Tanztraining einsteigen und wenig später wieder seinen Beruf als Tänzer in vollem Umfang ausüben. „Auch die komplexen Begleitverletzungen waren unter der genannten Therapie folgenlos ausgeheilt.“

Röntgenbilder nach Ausheilung der Fraktur

Bei vollständig knöcherner Knochenbruchheilung wurde die Platte knapp ein Jahr nach dem Unfallereignis in einer komplikationslosen ambulanten Operation wieder entfernt. Der Patient übt seinen Beruf als Tänzer mittlerweile wieder ohne Einschränkungen aus.

Hilfsmittel: Versorgung mit Orthesen

Die hochwertige Versorgung der Patienten mit Hilfsmitteln spielt in orthopädischen und unfallchirurgischen Fällen eine wichtige Rolle und erfolgt oftmals noch auf Station, zeitnah im Sanitätshaus oder bei Bedarf im häuslichen Umfeld.

OT-Meister Herr Frederik Pfeil, der die fachliche Leitung im Sanitätshaus blu an der Maybach Klinik innehat, gibt zu bedenken: „Natürlich ist es sinnvoll jeden Bedarf individuell zu ermitteln und Kosten und Nutzen genau abzuwägen. […] Konfektionierte Produkte sind günstiger als individuell hergestellte und müssen oft nur noch ein wenig angepasst werden, damit diese dann perfekt funktionieren können.“

Kostenträger für die Hilfsmittel sind in den meisten Fällen die gesetzlichen Krankenkassen. Sie übernehmen die Kosten unter der Voraussetzung, dass diese dem Wirtschaftlichkeitsgebot folgend ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich eingesetzt werden.

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