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Diagnostik

Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Möglichkeiten der modernen Medizin in den Fachgebieten der Orthopädie, Chirurgie und Unfallchirurgie optimal für unsere Patientinnen und Patienten einzusetzen. Die modernen Einrichtungen der Orthoklinik bieten die neuesten technologischen und medizinischen Standards, um eine optimale Versorgung unserer orthopädischen Patienten zu gewährleisten. Unsere Räumlichkeiten sind nach den aktuellsten Gesichtspunkten gestaltet und bieten eine angenehme Atmosphäre, in der sich unsere Patienten wohlfühlen können.

In unseren offenen Wartebereichen haben die Patienten die Möglichkeit, sich vor ihrem Termin zu entspannen und sich auf ihre Behandlung vorzubereiten. Wir legen großen Wert darauf, eine großzügige und freundliche Umgebung zu schaffen, um den Komfort und das Wohlbefinden unserer Patientinnen und Patienten zu fördern.

In der Diagnostik von Erkrankungen des Bewegungsapparates sind in der Orthopädie und Chirurgie vor allem die Röntgenuntersuchungen des Skeletts ein ganz wichtiges Instrument zur Feststellung einer exakten Diagnose.

Mit dem digitalen Röntgen können im Gegensatz zum konventionellen Röntgen mit einer geringeren Strahlenbelastung hoch auflösende, digitale Bilder in bester Röntgenbildqualität angefertigt werden. In Verbindung mit einer entsprechenden Hard- und Software sind wir damit auf dem neuesten Stand der digitalen Röntgenbildverarbeitung.

Die Sonographie stellt als bildgebendes Verfahren einen wichtigen Baustein in der Diagnostik von Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates dar.

Sie bietet gegenüber anderen Schnittbildverfahren wichtige Vorteile. Sie ist unschädlich, beliebig oft einsetzbar, kostengünstig und erlaubt die direkte Darstellung von Bewegungsabläufen und damit Funktion.

Bei vielen Erkrankungen kann die Sonographie unmittelbar an die klinische Untersuchung als erstes bildgebendes Verfahren angeschlossen werden. Sie kann nicht nur bei Weichteilen wie bei Muskel- und Sehnenproblemen wegweisend sein, sondern ist gerade in der Gelenkdiagnostik ein wichtiges diagnostisches Instrument.

Wir setzen ein offenes System zur Magnet-Resonanz-Tomographie (Kernspintomographie) der Extremitäten ein. Die Magnetresonanztomographie benötigt zur Bildgewinnung – im Gegensatz zur Röntgendiagnostik und herkömmlichen Computertomographie – keine Röntgenstrahlen. Der zu untersuchende Körperteil wird hierbei in ein starkes Magnetfeld gebracht und das Gewebe zur Aussendung von messbaren Signalen angeregt. Diese werden registriert und durch aufwändige Rechenoperationen mit Hilfe eines leistungsfähigen Computers zu einem Bild verarbeitet.

Weil das Bild aus den Signalen errechnet und konstruiert wird, ist es möglich, das zu untersuchende Körperteil in allen erdenklichen Richtungen “in Scheiben” zu schneiden und eine sehr exakte Darstellung nicht nur der Knochenstruktur, sondern auch der Weichteile, wie Knorpel, Bänder, Muskeln und Blutgefäße zu erhalten. Auf diese Weise gehören die früher üblichen ausschließlich diagnostischen Operationen an Gelenken mittlerweile der Vergangenheit an. Das in unserer Praxis eingesetzte offene MRT-System ermöglicht die Untersuchung in bequemer Lagerung ohne die beängstigende Einengung in einer “Röhre”.

MRT-Untersuchungen, die in der Orthoklinik Rottweil (Tuttlinger Str. 1) durchgeführt werden, können wir ausschließlich privat versicherten Patienten anbieten.

Die Optrimetrie wird häufig in der Medizin, insbesondere in der Orthopädie und der Rehabilitation, eingesetzt. Sie dient zur Analyse von Körperhaltung, Wirbelsäulenkrümmung und Asymmetrien im Muskel-Skelett-System. Das Verfahren kann sowohl zur Diagnosestellung als auch zur Verlaufsbeobachtung von orthopädischen Erkrankungen und Verletzungen eingesetzt werden.

Die Optrimetrie basiert auf optischen Messprinzipien. In der Regel wird eine spezielle 3D-Kamera eingesetzt, die die Körperoberfläche mittels hochauflösender Bilder erfasst. Diese Bilder werden dann von einem Computerprogramm verarbeitet, um eine präzise 3D-Darstellung des Rückens, der Wirbelsäule und des Beckens zu erstellen. Dadurch können verschiedene Parameter wie die Krümmung der Wirbelsäule, die Neigung des Beckens und eventuelle Asymmetrien analysiert und quantifiziert werden.

Die Vorteile liegen in ihrer berührungslosen und strahlenfreien Natur. Im Vergleich zu anderen bildgebenden Verfahren, wie beispielsweise Röntgenaufnahmen oder CT-Scans, entfällt die Exposition gegenüber ionisierender Strahlung. Zudem ermöglicht die Optrimetrie eine schnelle und wiederholbare Messung, ohne dass der Patient spezielle Kleidung tragen oder sich in einer bestimmten Position befinden muss.

Die Ergebnisse der Optrimetrie können dazu beitragen, eine individuell angepasste Therapie zu planen und den Behandlungsverlauf zu überwachen. 

Im Rahmen der Kindersprechstunde der Orthoklinik Schramberg werden Ultraschall-Untersuchungen der Babyhüfte (siehe Untersuchungsheft bei „U3“) durchgeführt. Dabei wird sonographisch der Reifegrad der Säuglingshüfte bestimmt. Die Beurteilung von eventuellen Fußfehlstellungen (Klumpfuß, Sichelfuß etc.) ist zusätzlich Teil des Untersuchungsprogramms.

Geschichte

Die Sonographie der Säuglingshüfte wurde von Herrn Prof. Graf aus Österreich entwickelt und hat sich seit den 1980er Jahren in vielen Ländern als Standard zur Früherkennung von angeborenen Hüftreifungsstörungen durchgesetzt.

 

Wie wird untersucht?

Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung „U3“ wird eine Ultraschalluntersuchung beider Hüften durchgeführt. Der Säugling wird dabei in Seitlage in einer speziellen, gepolsterten Schale gelagert. Die Untersuchung ist schmerzfrei und schnell durchzuführen.

Im Rahmen dieses Termins werden auch die Beweglichkeit der Hüftgelenke und die Fußstellung beurteilt. So können Fehlstellungen, wie Sichelfüße oder Klumpfüße, erkannt und gegebenenfalls therapiert werden.

Wird eine Hüftreifungsstörung festgestellt, so wird sofort behandelt (s.u.) und in meist vierwöchentlichen Abständen sonographisch kontrolliert.

 

Was wird untersucht?

Die angeborene Hüftdysplasie ist eine der häufigsten angeborenen Fehlbildungen des Bewegungsapparates. Es handelt sich um eine mangelhafte Entwicklung insbesondere der Hüftpfanne, die im Extremfall zu einer Luxation (Auskugelung) des Hüftkopfes führt. Dies hat, unbehandelt, massive Auswirkungen auf das spätere Leben. Schmerzen, Bewegungseinschränkung und Gelenkabnutzung sind die Folgen.

Im Säuglingsalter besteht ein Großteil des Hüftgelenkes aus Knorpel, welcher durch eine Röntgenuntersuchung nicht darzustellen ist. Sonographisch können die wesentlichen Strukturen aber erkannt werden. Prof. Graf hat ein System entwickelt, durch das die Hüftentwicklung genau abgeschätzt werden kann und so Therapieleitlinien erstellt, die es ermöglichen, bei jedem Befund die richtige Therapie einzuleiten.

 

Was sind die Konsequenzen?

Das Hüftgelenk von Neugeborenen ist, insbesondere in den ersten 3-6 Monaten noch sehr gut formbar. Bei frühem Therapiebeginn ist so eine Ausheilung die Regel.

Häufig reicht bei geringer Hüftreifungsverzögerung „Breitwickeln“ für einige Wochen aus. Bei mittelgradigen Dysplasien muss ein „Spreizhöschen“ konsequent getragen werden (auf dem Bild links sehen Sie ein Produktbeispiel). Keine Sorge: die Kleinen gewöhnen sich schnell an die Behandlung, die zumeist über 8-12 Wochen erfolgen muss. Bei all diesen Therapien beraten wir Sie ausführlich.

In sehr gravierenden Fällen können eine Einrichtung der Hüfte in Narkose oder sogar eine Operation erforderlich werden. Sie sind auch dann nicht auf sich selbst gestellt, sondern werden gründlich beraten und informiert. Wir arbeiten seit vielen Jahren mit Spezialisten auf diesem Gebiet zusammen.

Kinder sind keine „kleinen Erwachsenen.“ Die Weichen für eine gesunde Haltung werden im Kinder- und Jugendalter gestellt. Hier gibt es eine Unzahl spezifischer Veränderungen und Krankheiten auf orthopädischem Gebiet. Diese müssen untersucht, bewertet und gegebenenfalls behandelt werden.

Um Haltungsschäden, Gangauffälligkeiten, Fußfehlstellungen und typische orthopädische Kinderkrankheiten rechtzeitig zu erkennen und zu therapieren, bieten wir in der Orthoklinik Schramberg eine spezielle Kinder- und Jugendsprechstunde an. Derzeit findet diese Spezialsprechstunde mittwochs zwischen 14.00 und 17.00 Uhr statt.


Füße-Beine

Häufig werden Kinder und Jugendliche wegen Fehlstellungen der Füße und der Zehen bei uns vorgestellt: Knickfüße, Senkfüße, die Kombination von beiden, Spreizfüße, Ballenhohlfüße, Plattfüße, Hammerzehen und Krallenzehen sind nur einige Beispiele. Sehr oft ist keine Therapie erforderlich, insbesondere bei kleinen Kindern kann meist die Spontanentwicklung abgewartet oder auch mit gezielten Eigenübungen behandelt werden.

Weiterhin finden sich bei Kindern Beinfehlstellung, wie O-Beine oder X-Beine und zusätzlich fällt ein innenrotiertes Gangbild auf, das Kind „läuft komisch“.  Auch hier ist oft keine Therapie erforderlich und man kann das weitere Wachstum abwarten.

Sind die Veränderung allerdings zu deutlich ausgebildet wird selbstverständlich eine Therapie, z.B. in Form von Einlagen oder Krankengymnastik in die Wege geleitet.

Nur in ganz wenigen Fällen ist eine operative Korrektur erforderlich.

 

Wirbelsäule-Rumpf


Brustkorbdeformitäten

Z.B. Trichter- oder Kielbrust sowie Glockenthorax und asymmetrisch ausgebildete Rippen.

Skoliose
Von hinten gesehen ist die Wirbelsäule im Idealfall völlig gerade. Bei der Skoliose handelt es sich um eine C- oder S-förmige Seitverkrümmung der Wirbelsäule, in der Regel mit einer Verdrehung (Torsion) der Wirbelkörper einhergehend. Mädchen sind häufiger betroffen als Jungen. Sie kann sich unbehandelt bis zum Abschluss des Wachstums verschlimmern.

Intensive Eigenübungen und gezielte Krankengymnastik sind wichtige Behandlungen, die ggf. durch ein Korsett ergänzt werden müssen. Rehamaßnahmen in Spezialkliniken sind ebenfalls aussichtsreich. Eine operative Korrektur ist nur in seltenen Einzelfällen notwendig.

 

Wachstumskrankheiten

Unter Wachstumsschmerzen versteht man nicht näher definierte Gelenkbeschwerden bei Kindern, die ohne ersichtliche Ursache plötzlich und häufig insbesondere abends und nachts auftreten. Schmerzlokalisation ist zumeist der Sprungsgelenks- und Unterschenkelbereich. Um eine gravierende Erkrankung auszuschließen, ist eine Vorstellung in der Kinder- und Jugendsprechstunde sinnvoll.

Eine ganze Reihe spezifischer Krankheiten am Bewegungsapparat tritt in unterschiedlichen Altersstufen auf. Hier sind z.B. der Hüftschnupfen (Coxitis fugax), der Morbus Schlatter oder auch eine spezielle Form der Fersenbeinentzündung zu nennen.

Weitere Informationen hierzu sind unten auf dieser Seite aufgeführt.

 

Kinder-Vorsorgeuntersuchung

Im Wachstumsalter kann sich die Statik insbesondere der Wirbelsäule schnell und oft unbemerkt verschlechtern. Wir bieten deshalb für Kinder in dieser Phase eine orthopädische Vorsorgeuntersuchung an. Diese beinhaltet die Untersuchung der Füße, der Gelenke, der Beinachsen und auch der Wirbelsäule. Zudem wird erfasst, ob als Baby eine Hüftsonographie durchgeführt worden war und ob Hinweise für einen Vitamin-D-Mangel bestehen.

Bitte weisen Sie bei der Anmeldung auf den Wunsch nach dieser Untersuchung hin, damit wir genügend Zeit für Sie einrechnen können.

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