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Krankheitsbilder im Überblick

Mediziner bezeichnen das Kniegelenk als Articulatio genus. Es ist eines der größten und kräftigsten Gelenke des menschlichen Körpers. Dank seines ausgefeilten Aufbaus als Drehscharniergelenk ist das Knie in der Lage, jeden Tag allen großen und kleinen Belastungen Stand zu halten. Wir können das Knie bis zu 150° beugen (Flexion) und bis zu 10° überstrecken (Extension). Dabei lässt es sich auch leicht nach innen und außen drehen. Bänder, Sehnen und Muskeln sorgen für Stabilität.

Das Knie ist extremen Belastungen ausgesetzt und sehr anfällig für Verschleißerscheinungen und Verletzungen. Erbliche Voraussetzungen, eine lange Lebensdauer oder hoher sportlicher Anspruch können zusätzlich zu Knieproblemen beitragen. Konservative Heilmethoden wie Physiotherapie, medikamentöse Behandlungen oder physikalische Verfahren wie Laser- und Magnetfeldtherapie können gute Heilerfolge erzielen. Der Einsatz von Bandagen, Verbänden und Taping können dies unterstützen.

Auch Knorpelschutztherapien oder die Behandlung von Fehlstellungen sowie die Anpassung der Belastung an die individuelle Belastbarkeit können die Funktionalität des Kniegelenkes lange erhalten.

Den Patienten werden alle konservativen und operativen Möglichkeiten erklärt und dargestellt. Gemeinsam mit Ihrem Arzt entscheiden Sie sich für einen Behandlungsweg.

Für die Patientinnen und Patienten sind das Ausmass der Knieschmerzen, das Hinken und die damit verbundene Behinderung ausschlaggebend, den Arzt aufzusuchen. Dieser Leidensdruck, weniger das Alter, ist im Entscheidungsprozess zur Implantation eines künstlichen Kniegelenks massgebend.

Symptome

  • Schmerzen beim Treppensteigen und Gehen in unebenem Gelände
  • Schmerzen zu Beginn einer Bewegung (Anlaufschmerz)
  • Schmerzen unter Belastung (Belastungsschmerz)
  • Schmerzzunahme beim Tragen schwerer Gegenstände
  • Schmerzen hinter der Kniescheibe nach langem Sitzen
  • Knirschende und knackende Geräusche beim Bewegen
  • Empfindlichkeit gegenüber feucht-kaltem Wetter

 

Ursache

Die Arthrose des Kniegelenkes (Gonarthrose) ist eine sehr häufige Erkrankung. Eine Vielzahl unterschiedlicher Faktoren können einzeln oder auch in Kombination für die Entstehung einer Kniearthrose die Ursache sein. Sie kann als Folge von Verletzungen, Fehlstellungen und Überlastungen, Stoffwechselerkrankungen, Rheuma, Übergewicht sowie in zunehmendem Alter aber auch ohne erkennbare Ursache auftreten. Die Arthrose verläuft in „Wellen“, d.h. es gibt Tage da zeigt sich die Arthrose wenig symptomatisch und Tage einer schmerzhaften Aktivierung.

Besonders häufig ist die Gonarthrose als Folge von Fehlstellungen in Form eines O- Beines (= Genu varum) und X-Beines (= Genu valgum). Durch Verschleiß oder unfallbedingter Schädigung des Gelenkknorpels kommt es zu einer Deformierung des Gelenkes mit nachfolgender Bewegungseinschränkung, Gelenkschwellung  sowie Schmerzen zunächst unter Belastung und später auch in Ruhe. Vorbestehende Fehlstellungen nehmen zu und die Beweglichkeit und Belastbarkeit ab.

 

Diagnostik

Die klinische Untersuchung durch den Arzt, zusammen mit einer Röntgenuntersuchung des betroffenen Gelenkes führen in 90% bereits zu einer gesicherten Diagnose.

In seltenen Fällen kann eine MRT oder Ultraschalluntersuchung zusätzlich notwendig sein

 

Konservative Therapie

Eine Behandlung, die an den Ursachen ansetzt und diese beseitigt, gibt es bislang nicht. Deshalb beschränken sich alle Maßnahmen auf die Schmerzlinderung, Erhalt bzw. Erhöhung von Beweglichkeit und Gehleistung sowie darauf, das Fortschreiten der Arthrose zu verzögern. Hierzu zählen u.a.:

  • Physiotherapie
  • Physikalische Verfahren (z.B. Laser und Magnetfeldtherapie)
  • Gabe von Schmerzmittel (NSAR)
  • Injektionen ins Gelenk (Cortison, Hyaluronsäure, Eigenbluttherapie/ACP)
  • Einlagen oder Schuhzurichtung
  • Einlagen oder Schuhzurichtung
  • Orthesen und Bandagenversorgung
  • Ernährungsumstellung / -beratung
  • Akupunktur

 

Operative Therapie

Sind die konservativen Behandlungsmöglichkeiten erschöpft oder können aus anderen Gründen nicht fortgeführt werden kommen je nach Alter des Patienten und Schweregrad der Arthrose folgende operative Eingriffe in Frage:

  • Arthroskopie mit Gelenkdébridement
  • Knorpeltransplantation (ACT)
  • Knorpelersatztherapie (AMIC, OATS, Mikrofrakturierung)
  • Umstellungsosteotomie (Achsumstellung, Achskorrektur)
  • Kniegelenk-Teilprothese (Schlittenprothese / Gleitlagerersatz)
  • Knie-Totalendoprothese (Oberflächenersatzprothese)
  • Achsgeführte Knieprothese

 

Nehmen Sie Ihre Gesundheit selbst in die Hand

Mögliche Behandlungen für Arthrose sind:

  • Ernährungsberatung
  • Bewegungsanalyse
  • Hylauronsäure
  • ACP
  • Stoßwelle
  • Akupuktur

Symptome

Fehlstellungen der Beinachse führen zu einer ungünstigen Druckverteilung im Kniegelenk. Die „Verkippung“ im Kniegelenk führt zu einer einseitige Belastung und ein dadurch bedingter einseitiger  Abrieb auf der Innen- oder Außenseite des Gelenkes. Überlastungserscheinungen können schon um das 30. – 40. Lebensjahr auftreten und zu Belastungs- und Ruheschmerz führen. Man findet dann ein schmerzhaftes Knochenödem, degenerative Meniskusschäden, Knorpelabrieb, Gelenkspaltverschmälerung und schließlich eine einseitige Kniegelenksarthrose. Folge ist eine zunehmende schmerzhafte Funktionseinschränkung des Kniegelenkes.  Es findet sich oft eine familiäre Häufung mit ähnlichen Leidensgeschichten in der Familie ein Unfall liegt in der Regel nicht vor.

 

Ursache

Eine Achsfehlstellung der Beine kann angeboren oder erworben sein. Ein stark überstreckbares Kniegelenk (Genu recurvatum) sowie eine übermäßige O-Bein- (Genu varum) oder X-Beinfehlstellung (Genu valgum) beidseits ist meist an-geboren und erblich bedingt. Fehlstellungen der Beinachse können auch durch Unfälle wie gelenknahe Schaftbrüche oder Verletzungen der Wachstumsfuge im Kindes- und Jugendalter entstehen und dann zu einer einseitigen Achsabweichung führen. Eine ausgeprägte Arthrose kann zu einer Deformierung der Knochen und einer damit verbundenen Veränderung der Beinachse führen. Die Ursache der Fehlstellung kann aber auch im Bereich der Hüftgelenke oder an Veränderungen im Fußbereich liegen. Seltene Ursachen sind Entzündungen, Erkrankungen des Knochenstoffwechsels (z.B. Rachitis) oder Kinderlähmung.

 

Diagnostik

Meist ist neben der klinischen Untersuchung eine sogenannte „Ganzbeinstandaufnahme“ notwendig um die Fehlstellung zu erkennen und zu bemessen. Dies erfolgt bei uns durch ein spezielles Computerprogramm (MediCAD). Dies ermöglicht eine sehr hohe Präzision. In seltenen Fällen wird eine CT- Rotationsanalyse durchgeführt um komplexe Fehlstellungen in allen drei Ebenen zu erfassen.

 

Konservative Therapie

Bei der Behandlung von Fehlstellungen der Beinachse stehen die Reduzierung der Schmerzen und die Verbesserung der Lebensqualität im Vordergrund. Gleichzeitig sollte die Beweglichkeit und Mobilität normalisiert werden. Die Entstehung und Entwicklung von Gelenkverschleiß oder fortschreiten eine schon entstandenen Arthrose sollte verhindert bzw. verzögert werden. Es sollten zuerst alle Möglichkeiten der konservativen Therapie ausgeschöpft werden.

  • Schmerztherapie
  • Physiotherapie
  • Schuhzurichtung
  • vorübergehende Entlastung
  • Redressierende Orthesen

 

Operative Therapie

Die richtige Indikationsstellung und die Planung des operativen Eingriffs sind entscheidend für eine möglichst hohe Erfolgsrate. Alter, Gewicht, Kniegelenksbeweglichkeit, Bandstabilität, Ausmaß der Beinachsabweichung, Begleitschäden im Gelenk, der Aktivitätsgrad des Patienten und die berufliche Situation sind wichtige Kriterien. Die Kombination aus intraartikulärer Pathologie mit extraartikulärer Fehlstellung stellt hier die Basis für ein operatives Vorgehen.

Die entsprechende Fehlstellung, egal ob es sich um eine O- oder X-Bein-Fehlstellung handelt, wird dort korrigiert wo sie ursächlich ist.

Kniegelenksnahe wird hier am Oberschenkel (DFO=Distal Femur Osteotomy) oder am Unterschenkel (HTO=High Tibial Osteotomy) korrigiert. In seltenen Fällen ist die Korrektur an beiden Knochen notwendig (DLO = Double Level Osteotomy). Dabei wird entweder ein Knochenkeil entnommen und der entstandene Spalt „zugeklappt“ (closed wedge) oder ein Sägeschnitt angebracht und der Knochenspalt aufgeweitet (open wedge). Zur Fixierung der Korrektur wird eine Platte mit winkelstabilen Schrauben angebracht.

Symptome

Zu Beginn der Knorpelschäden im Knie können überhaupt keine Symptome auftreten, der Schaden bleibt deshalb zunächst häufig unerkannt und wird nur durch Zufall entdeckt. Meist gehen die Betroffenen wegen unspezifischen Schmerzen und ohne bekanntes Unfallereignis zum Arzt. Später kommt es zu:

  • Druckgefühl mit Ergussbildung
  • Bewegungs- und Belastungsschmerzen
  • Einklemmungsgefühl
  • Ruheschmerzen
  • Bewegungseinschränkung

 

Ursache

Für die Entstehung von Knorpelschäden kommen folgende Ursachen in Frage:

  • Abnutzung, Überlastung
  • Trauma
  • Entzündung
  • Durchblutungsstörung

 

Bei Kindern und Jugendlichen können rezidivierende Mikrotraumen oder eine lokale Durchblutungsstörung des Knochens zu einer Knorpelschädigung führen. Der Knorpel reißt und kann sich ablösen („Osteochondrosis dissecans“).

 

Konservative Therapie

Die konservative Therapie richtet sich vor allem nach dem Beschwerdebild des Betroffenen und dem Ausmaß des Knorpelschadens. Zur Anwendung kommen:

  • Gabe von Analgetika
  • Injektionen ins Gelenk (Hyaluronsäure, Cortison, ACP)
  • Physiotherapie, Eigentraining
  • Bandagen, Orthesen, Einlagen, Schuhzurichtung

 

Operative Therapie

Im Rahmen einer Arthroskopie (Kniespiegelung) kommen je nach Ausmaß der Schädigung folgende Reparationsverfahren zur Anwendung:

  • Knorpelglättung
  • Mikrofrakturierung, Anbohrung, Abrasionplastik
  • Chondroplastik
  • Knorpelknochentransplantation (OATS, Mosaikplastik)
  • Knorpelzelltransplantation

Die Verletzung des vorderen Kreuzbandes (VKB) gehört zu den häufigsten, leider auch zu den schwersten Verletzungen des Kniegelenks. Pro Jahr ereignet sich ca. ein Kreuzbandriss pro 1000 Personen. Die Zahl der Kreuzbandrisse ist wegen der zunehmenden sportlichen Aktivität in allen Altersgruppen steigend.

 

Symptome

Häufig wird von einem peitschenschlag-artigem Schnalzen oder einem „Plopp“-Geräusch berichtet. Wenn keine zusätzlichen Begleitverletzungen vorliegen (zusätzlicher Seitenband- oder Meniskusriss) kann ein Kreuzbandriss relativ schmerzfrei sein und wird daher oft über lange Zeit nicht erkannt.

Durch gleichzeitiges Einreißen von Blutgefäßen kann es zu einer Einblutung in das Kniegelenk (Hämarthros) kommen. Dieser kann auch erst Stunden nach dem Unfall entstehen. Kniegelenksschmerzen projizieren sich häufig auf die Kniekehle. Die Betroffenen klagen oft über ein Instabilitätsgefühl im Kniegelenk („Wackelknie“; oder ein „giving away“). Dies macht sich vor allem beim Treppab gehen bemerkbar. Manchmal wird eine Kreuzbandverletzung erst Jahre nach einem Unfall, wenn entsprechende Verschleißerscheinungen vorliegen, diagnostiziert.

 

Ursache

Die Ruptur des vorderen Kreuzbandes ist die mit knapp 50% häufigste Bandverletzung des Kniegelenkes, gefolgt von der isolierten Verletzung des Innenbandes. Sowohl das vordere als auch das hintere Kreuzband kann bei einem Unfall isoliert oder auch kombiniert Reißen.

Am häufigsten tritt ein Kreuzbandriss beim vorderen Kreuzband im Rahmen einer Sportverletzung vor allem beim Skifahren oder Fußballspielen auf. Verletzungen des hinteren Kreuzbandes kommen dagegen selten vor. Häufig tritt bei den Patienten hierbei auch eine Kniegelenkskombinationsverletzung auf mit zusätzlichem Riss des Innenmeniskus und des Innenbandes („unhappy triade“).

 

Diagnostik

Der Arzt befragt den Patienten zu den aktuellen Beschwerden und dem Unfallmechanismus. Danach folgt eine gründliche klinische Untersuchung des Kniegelenks, wobei der Vergleich mit der gesunden Gegenseite wichtig ist. Weiterer Teil der Untersuchung ist die Röntgenabklärung des Kniegelenks, um eine Begleitverletzung des Knochens auszuschliessen. Meist sichert ein MRI die Diagnose und schliesst wichtige Begleitverletzungen (Seitenbänder, Knorpel, Menisken) aus. Bei ausgeprägter Kniegelenkschwellung ist gelegentlich eine schmerzlindernde Entlastungspunktion des Kniegelenks notwendig.

 

Konservative Therapie

Nicht jeder Kreuzbandriss muss operiert werden. Bei Patienten mit einem Kreuzbandriss im höheren Lebensalter mit eher geringem körperlichem Aktivitätsanspruch, oder im Falle eines stabilen Teilrisses des vorderen Kreuzbandes, ist eine konservative Behandlung, sehr wohl möglich.

Eine Gelenkpunktion führt zu einer raschen Entlastung des Kniegelenkes. Als abschwellende Maßnahme dienen die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten und physiotherapeutische Behandlungen. Mit einem intensiven Muskelaufbau sollte so früh wie möglich begonnen, um die Kniegelenksinstabilität muskulär zu kompensieren. Unterstützt wird das Aufbautraining der Muskulatur am Kniegelenk durch ein spezielles Koordinationstraining.

 

Operative Therapie

Bei jungen und sportlich aktiven Patienten mit einem kompletten Riss des vorderen Kreuzbandes und insbesondere bei einer deutlichen Instabilität des Kniegelenks ist ein operatives Vorgehen angezeigt. Gerade um Folgeschäden, welche durch eine chronische Kniegelenksinstabilität auftreten können (sekundäre Meniskusverletzungen und Knorpelschäden), zu vermeiden. Der ideale Zeitpunkt für den Kreuzbandersatz ist 6-8 Wochen nach dem Unfall.
Kreuzbandersatz ist 6-8 Wochen nach dem Unfall.
Der Hauptteil der Kreuzbandoperation wird arthroskopisch durchgeführt, das heisst über kleinste Schnitte (Kniegelenksspiegelung). In den meisten Fällen benützen wir als Kreuzbandtransplantat die Hamstring-Sehnen (von der Oberschenkelrückseite). Alternativen sind die Quadrizepssehne (Oberschenkelvorderseite oberhalb der Kniescheibe) Patellarsehne (unterhalb der Kniescheibe) . In äusserst seltenen Fällen braucht man für die Rekonstruktion des Kreuzbandes eine Spendersehne (Allograft). Die Wahl der Sehne wird mit dem Patienten präoperativ besprochen und auf die Bedürfnisse angepasst.
Für die Fixation der Sehnen haben wir diverse Möglichkeiten: Metallplättchen, auflösende oder nichtauflösende Schrauben oder normale Metallschrauben. Jegliche behandlungswürdigen Begleitverletzungen im Kniegelenk behandeln wir im Rahmen dieses Eingriffes selbstverständlich mit. Vor der Operation wird die genaue Operationstechnik mit den Patienten jeweils besprochen.

Symptome

Symptome die typischerweise auftreten können sind:

  • Schmerzen über dem inneren oder äußeren Gelenkspalt
  • Schmerzen bei Drehbelastung
  • Bewegungseinschränkung
  • Einklemmung oder Gelenkblockierung
  • Knackende Geräusche

 

Ursache

Mögliche Ursachen für eine Meniskusverletzung können sein:

  • Sportunfälle
  • Alltagsbelastung bei Vorschädigung des Meniskus
  • Stoffwechselerkrankungen

 

Man unterscheidet einen Innenmeniskus und einen Außenmeniskus. Innenmeniskusverletzungen treten 20 mal häufiger auf.

 

Konservative Therapie

Kleinere, eher asymptomatische Risse die z.B. ein Zufallsbefund im MRT sind oder Meniskusrisse mit horizontalem Verlauf und geringen Beschwerden können ohne Operation behandelt werden.

Es empfiehlt sich hier die vorübergehende Entlastung an Gehstützen sowie auftrainieren der Oberschenkelmuskulatur durch Physiotherapie und anschließenden Eigenübungen. Ergänzend können für einige Zeit zusätzlich entzündungshemmende Medikamente eingenommen werden.

 

Operative Therapie

Meniskusoperationen werden in aller Regel mittels einer Kniespiegelung (Arthroskopie) operativ angegangen. Dabei kommen drei unterschiedliche Operationsverfahren zur Anwendung.

  • Meniskusentfernung, Teilentfernung
  • Meniskusnaht
  • Meniskustransplantation

 

Symptome

Schmerzen an der Kniescheibe entstehen häufig durch Überlastungen der Sehnen und Bänder. Das Kniescheibengelenk ist eingespannt in die Quadricepssehne in Richtung Oberschenkel und das Kniescheibenband in Richtung Unterschenkel. Es funktioniert als eine Art Umlenkrolle.

 

Ursache

Bei Patienten mit einem X-Bein oder einer Bandschwäche ist das Gelenk instabil und die Kniescheibe läuft nicht in der dafür vorgesehenen Bahn, das sogenannte Mal Tracking. Diese Fehlbelastung überfordert vor allem bei Beugebelastungen, wie Sprünge oder Treppe steigen, die Bänder und Sehnen. Es kommt zu einer Sehnen Entzündung – dem Läufer Knie.

 

Konservative Therapie

Kennt man die Ursache der Überlastung und Fehlbelastung, kann man durch Krankengymnastik und Training das Problem lösen. Oft ist die Stabilität von Standbein und Wirbelsäule der Schlüssel. Mit Einlagen und Gangschulung kann man die Sehnenbelastung optimieren.

 

Operative Therapie

Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers.   Um die enorme Beweglichkeit des Gelenkes zu ermöglichen, bedarf es einer „lockeren“ Führung des Gelenkes. Knöcherne und knorpelige Strukturen haben für die stabile Führung des Gelenkes eine geringe Bedeutung im Gegensatz zu Muskulatur und Kapsel-/ Bandstrukturen.  Aus diesem Grund zeigen sich die meisten krankhaften Störungen des Schultergelenkes als Probleme der Muskulatur, der Sehnen und der Gelenkkapsel.

Symptome

Gekennzeichnet ist das Krankheitsbild durch bewegungsabhängige Schmerzen im oberen und vorderen Schulterbereich, die insbesondere bei Bewegungen mit angehobenem Arm oder Überkopfarbeiten auftreten. Typisch sind auch Schmerzen nachts beim liegen auf der Schulter.

Ursache

Die häufige schmerzhafte Funktionsstörung des Schultergelenkes ist das sogenannte subacromiale Impingement. Hierbei kommt es zum Einklemmen des inneren Sehnenmantels (Rotatorenmanschette) und des darüber liegenden Schleimbeutels (Bursa) am Schulterdach (Acromion).

Konservative Therapie

Die Behandlung des Impingement-Syndroms besteht immer zuerst aus der Durchführung von Übungen, die dazu geeignet sind, den Oberarmkopf gegenüber dem Schulterdach zu senken und eine stabile Stellung des Schulterblattes zu erreichen. Dadurch kann das Einklemmen der Sehnenmanschette verhindert werden. Zusätzlich kann mit entzündungshemmenden Medikamenten und lokalen Injektionen geholfen werden.

Operative Therapie

In etwa 1/3 der Fälle ist jedoch aufgrund der knöchernen Struktur und einer drohenden Schädigungen der Sehnenmanschette die Operation erforderlich. Hierbei wird die Form des Schulterdachs so verändert, dass der Subacromialraum deutlich weiter ist als zuvor, und somit ein weiteres Einklemmen vermieden wird. Der Eingriff wird endoskopisch über 2 kleine Schnitte durchgeführt (ESAD = endoskopisch subacromiale Dekompression).

Symptome

Bei der ersten Luxation steht der Schulterkopf in der Regel vor der Pfanne und verhakt sich hier. Eine Einrenkung evtl. in Narkose ist erforderlich. Bei der wiederkehrenden Luxation rutscht der Schulterkopf leicht aus der Pfanne, er rutscht aber auch leicht wieder zurück. Dabei ist eine Knorpelschädigung möglich was langfristig zur Arthrose führt.

Ursache

Aufgrund der außerordentlichen Beweglichkeit des Schultergelenks sind angeborene oder erworbene Instabilitäten mit der Neigung zur Ausrenkung (Luxation) der Schulter häufig. Im Rahmen eines Unfalls („traumatische Luxation“) erlittene Verrenkungen des Schultergelenks führen regelmäßig zu einem Abriss des knorpeligen vorderen Gelenkpfannenrandes. Bei der Luxation ohne Trauma („habituelle Luxation“) liegt eine angeborene Erweiterung der Gelenkkapsel vor. Der Schulterkopf rutscht hier ohne wesentliche Krafteinwirkung aus der Pfanne.

Konservative Therapie

Die konservative Therapie der traumatischen Luxation hat das Ziel, die Instabilität des Schultergelenkes durch ein Muskelaufbautraining zu verbessern. Nach der ersten Luxation erfolgt eine Ruhigstellung für 1-3 Wochen. Je häufiger die Schulter auskugelt, umso schlechter sind die Ergebnisse der konservativen Therapie. Dann wird eine operative Stabilisierung erforderlich. Bei der angeborenen („habituellen“) Schulterluxation sollte die Operation eher vermieden werden, da die Ergebnisse oft enttäuschend sind. 

Operative Therapie

Bei der wiederkehrenden, traumatischen Schulterluxation konzentriert sich die operative Behandlung auf die Wiederherstellung des vorderen Pfannenrandes und ggf. die Straffung der vorderen Gelenkkapsel. Beide Maßnahmen können regelmäßig arthroskopisch durchgeführt werden und bedingen eine Ruhigstellung des operierten Armes für ca. 4-6 Wochen. Diese Operation wird in der Orthoklinik nicht durchgeführt und wir überweisen die Patienten an spezialisierte Zentren.

Symptome

Kleine Kalkherde verursachen Schmerzen beim Heben des Armes und nachts. Wenn sich ein großer Kalkherd entleert entsteht eine heftige Schleimbeutelentzündung. Der Arm kann schmerzbedingt kaum noch bewegt werden und die Schmerzen können extrem sein. 

Ursache

Durch chronische Reibung im Bereich der Ansatzzone der Rotatorenmanschette entstehen bei manchen Menschen kalkige Einlagerungen, die ihrerseits durch ihren Platzbedarf und durch die Neigung zur Entzündung ausgeprägte Beschwerden verursachen können.

Konservative Therapie

Grundsätzlich ist die Kalkschulter eine Domäne der konservativen Behandlung. Diese besteht vor allem in der Behandlung der Entzündungserscheinungen da es häufig zu einer spontanen Auflösung der Kalkdepots kommt. Möglich ist eine ultraschallgesteuerte gezielte Punktion des Kalkherdes mit Anspülung (Needling). Eine Injektion von Cortison gemischt mit Lokalanästhetikum in den entzündeten Schleimbeutel kann die heftigen Schmerzen deutlich lindern. Ebenfalls in Frage kommt eine Stoßwellenbehandlung.

Operative Therapie

In seltenen Fällen ist eine operative Ausräumung des Kalkherdes (oft in Kombination mit einer Impingement-Operation) erforderlich. Dies ist indiziert bei sehr großen Kalkdepots und wiederholten, starken Schmerzattacken.

Symptome

Schäden des Sehnenmantels führen zu einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung der Schulter mit Kraftmangel. Es können starke Nachtschmerzen auftreten. Kleiner Sehnenrisse können teilweise durch die äußere Schultermuskulatur kompensiert werden und die Beweglichkeit ist noch frei. Bei größeren Sehnenrissen kann der Am kaum noch seitlich angehoben und schlecht innengedreht werden. 

Ursache

Die innere Sehnenschicht des Schultergelenkes (Rotatorenmanschette) ist insbesondere bei engen subacromialen Raumverhältnissen besonderen Druckbelastungen ausgesetzt. Dieses „Scheuern“ kann zu Schäden des Sehnenmantels führen. Sehnenrisse entstehen also meist durch chronische Abnutzungsprozesse, nur selten als direkte Folge einer Verletzung.

Konservative Therapie

Kleine Sehnenrisse können teilweise durch die äußere Schultermuskulatur kompensiert werden. Bei geringen Schmerzen und voller Kraft kann in Ausnahmefällen abgewartet werden ob es zu einer Vergrößerung des Risses kommt. Durch Krankengymnastik wird die äußere Schultermuskulatur gestärkt um die innere Sehne zu entlasten. Schmerzmittel und lokale Injektionen reduzieren die Beschwerden.

Operative Therapie

In den meisten Fällen besteht im Falle einer Sehnenschädigung die Notwendigkeit zur operativen Behandlung. Hierbei kommt es neben dem Verschluss des Sehnendefekts auf die Beseitigung der Ursache des Sehnenschadens (Impingement) an. Bei der operativen Versorgung handelt es sich also um die Kombination zweier Eingriffe. Die Operation wird in der Regel stationär durchgeführt.

Symptome

Die Entzündung der Gelenkkapsel führt beim Betroffenen zu Ruheschmerzen und einer zunehmenden Einsteifung des Schultergelenkes (Phase 1). Nach einer Zeit mit geringeren Schmerzen und bleibender starker Einsteifung des Schultergelenks (Phase 2) folgt die langsame Auflösung der Schultereinsteifung. In der Endphase (Phase 3) kommt es regelmäßig wieder zu einer vollständigen Wiederherstellung der Schulterfunktion. Der Krankheitsverlauf kann 1 – 2 Jahre betragen.

Ursache

Die Schultersteife wird auch als „Frozen Shoulder“ oder „Kapsulitis adhäsiva“ bezeichnet. Es handelt sich um ein eigenständiges Krankheitsbild des Schultergelenkes. Aus unklarer Ursache kommt es zu einer Veränderung der Gewebestruktur der Gelenkkapsel, die mit Entzündungserscheinungen und einer Verkürzung (Straffung) der Gelenkkapsel einhergeht. 

Konservative Therapie

Der lange Krankheitsverlauf kann durch Gabe von Cortison-Tabletten deutlich abgekürzt werden. In der akuten Entzündungsphase mit Ruheschmerzen ist Krankengymnastik schädlich. Durch Bewegung kann die Entzündung der Kapsel verstärkt werden. Wenn die Ruheschmerzen abgeklungen sind, ist die Entzündungsphase vorüber. Dann ist Krankengymnastik und Bewegungstherapie im warmen Wasser sinnvoll.

Operative Therapie

In Einzelfällen löst sich die Steife nicht von allein. In diesen Fällen ist eine operative Intervention sinnvoll. Es erfolgt eine arthroskopische Durchtrennung der vernarbten und verdickten Gelenkkapsel, gefolgt von einem sanften Durchbewegen des Gelenkes in Narkose um restliche Verklebungen zu lösen. Postoperativ ist intensive Physiotherapie erforderlich um die intraoperativ erreichte Beweglichkeit zu erhalten.

Die Wir­bel­säu­le bil­det das Ach­senske­lett des Men­schen; sie über­trägt das Ge­wicht des Kör­pers auf die Bei­ne, be­sitzt ei­ne ho­he Sta­bi­li­tät und den­noch ei­ne gu­te Be­weg­lich­keit. Durch ih­ren Auf­bau aus ein­zel­nen Wir­beln, Band­schei­ben und Bän­dern und durch ih­re spe­zi­el­le Form kann sie axia­le Stö­ße dämp­fen und so­mit als federn­der Stab wir­ken.

Im All­tag ist die Wir­bel­säu­le über vie­le Jah­re gro­ßen Be­las­tun­gen aus­ge­setzt, wes­halb es nicht ver­wun­dert, dass es zu vielfälti­gen Be­schwer­den und Pro­ble­men kom­men kann.

Symptome

Schmerzen können an der gesamten Wirbelsäule auftreten. Die Halswirbelsäule ist durch ihre gute Beweglichkeit gefährdet, die Lendenwirbelsäule muss deutlich größere Lasten aushalten. Die Brustwirbelsäule bildet mit dem Brustkorb eine relativ starre Einheit, was vor Beschwerden eher schützt. Dennoch können auch hier Probleme auftauchen, die dann in die Herz- oder Magengegend ausstrahlen können. Liegen keine Nervenbeeinträchtigungen vor, werden lokale Schmerzen an oder neben der Wirbelsäule angegeben, begleitet von dem Gefühl lästiger Muskelverspannungen. Vegetative Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Schwindel sind keine Seltenheit. Entlang der Muskeln und Faszien kann es zu Ausstrahlungen in Arme und Beine kommen, auch Kopfschmerzen können de Folge sein.

Ursache

Rückenschmerz ist einer der häufigsten Gründe für Arztbesuche,  Krankschreibungen und letztlich Berentungen in Deutschland. Die Ursachen sind sehr vielfältig. Zumeist spielen akute oder chronische Fehlbelastungen zum Beispiel der Wirbelgelenke eine Rolle. Genauso können aber auch seelische Belastungen Schmerzen auslösen. Weniger als 1% der Fälle beruhen auf ernsthaften Erkrankungen wie Bandscheibenvorfällen, entzündlich-rheumatischen Erkrankungen oder Tumorleiden.

Konservative Therapie

Die ersten Behandlungen beinhalten vorwiegend die Aufklärung über die Hintergründe von Rückenschmerzen und die Möglichkeiten der Eigentherapie in Form spezieller Übungen. In der Regel sind lokale Wärmeanwendungen anzuraten; eine medikamentöse Behandlung wird, wenn erforderlich, möglichst nur kurze Zeit eingesetzt. Sind keine Alarmzeichen schwerer Erkrankungen festzustellen, so werden innerhalb der ersten 2-4 Wochen auch keine Röntgenaufnahmen angefertigt. Bei ausbleibender Besserung über diesen Zeitraum wird dann über die weitere Diagnostik und Therapie entschieden (z.B. Notwendigkeit physiotherapeutischer Maßnahmen).

Operative Therapie

Unspezifische Rückenschmerzen werden konservativ behandelt und bedürfen in aller Regel keiner operativen Therapie. Das Vorgehen bei Erkrankungen, wie Bandscheibenvorfall, Spinalstenose oder ausgeprägter Instabilität, die ggf. bei schweren Verläufen zu einer Operation führen können, wird unten beschrieben.

Symptome

Wie bei allen Rückenproblemen steht auch beim Bandscheibenvorfall (BSV) der Schmerz in Verbindung mit einer oft erheblichen Bewegungseinschränkung häufig im Vordergrund. Je nach Lage kann der BSV aber auch Nerven einengen oder ganz abquetschen. Dies zeigt sich in Form von Sensibilitätsstörungen an Armen oder Beinen (Gefühlsverlust, Kribbeln, Ameisenlaufen, Elektrisieren,..) und/oder in schweren Fällen auch in Form von Lähmungen. Bei diesen Symptomen muss sofort ein Arzt aufgesucht werden. Im Extremfall verlegt der BSV den gesamten Nervenkanal („Spinalkanal“). Dabei kann es zu einem kompletten Harnverhalt oder zu einem Verlust der Blasen- und/oder Darmkontrolle kommen. Dieser Zustand („Cauda-Syndrom“) stellt einen absoluten Notfall dar; die sofortige stationäre Einweisung muss erfolgen.

Ursache

Die menschliche Wirbelsäule ist ein elastischer Stab, der durch seine Konstruktion axiale Stöße gut abfedern kann. Eine wichtige Rolle spielen hier die Bandscheiben (Zwischenwirbelscheiben). Diese bestehen jeweils aus einem zähen Ring aus Faserknorpel („Anulus fibrosus“), in den ein flüssigkeitsreicher Gallertkern („Nucleus pulposus“) eingelagert ist. Leider verliert dieser Nucleus pulposus bereits ab dem 25. Lebensjahr an Flüssigkeit, was bei einem eventuellen Defekt des Faserrings zu dessen Austreten und somit zu einem Bandscheibenvorfall („Prolaps“) führen kann. Je nach Lage dieses Vorfalls kommt es zu Schmerzen und/oder zu neurologischen Ausfällen beim Patienten. Eine Vorstufe stellt die Banscheibenvorwölbung dar („Protrusion“).

Konservative Therapie

Bandscheibenvorfälle werden in der überwiegenden Zahl konservativ behandelt. Hierzu gehören die Aufklärung über das Krankheitsbild mit möglichen Komplikationen, die Anleitung zu Eigenübungen, die  krankengymnastische Beübung und die auf den einzelnen Patienten abgestimmte medikamentöse Therapie. Bei Nervendruckerscheinungen kann eine befristete Cortisonmedikation eingesetzt werden, um entzündliche Schwellungen zu bessern und so dem Nerv „Luft zu schaffen“. Ein länger bestehender Druck würde den Nerven eventuell dauerhaft schädigen. Sind Lähmungen festzustellen, muss eine operative Versorgung in Erwägung gezogen werden. Beim „Cauda-Syndrom“ (siehe: Symptome) ist dies in der Regel erforderlich.

Operative Therapie

Sollten schwerwiegende Symptome wie Lähmungen oder Störungen der Blasen- und/oder Darmfunktion auftreten, muss die Indikation zur operativen Versorgung geprüft werden. Wir überweisen unsere Patienten dann in qualifizierte neurochirurgische Abteilungen, um eine adäquate Weiterbehandlung zu gewährleisten. Sollte eine Operation nicht zu umgehen sein, wird das vorgefallene Bandscheibengewebe auf schonende Art entfernt und das Bandscheibenfach „gesäubert“, um einen späteren neuen Vorfall zu verhindern. Droht eine folgende Instabilität dieses Segmentes, muss der Operateur eventuell eine Versteifung durchführen (siehe „Instabilität“).

Symptome

Die Wirbelsäuleninstabilität kann zu starken Schmerzen und zu neurologischen Ausfällen führen. Die Schmerzen können lokal auf den entsprechenden Wirbelsäulenabschnitt beschränkt sein, aber auch in Rumpf, Arme oder Beine ausstrahlen. Bewegungseinschränkung und Schonhaltung sind die Folgen. Hals- und Lendenwirbelsäule sind besonders häufig betroffen. An der Brustwirbelsäule treten nur selten Instabilitäten auf, da diese durch den knöchernen Brustkorb zusätzlich stabilisiert wird. Eine Wirbelsäuleninstabilität entwickelt sich meist über Monate und Jahre. Diagnostisch sind nach der körperlichen Untersuchung Röntgenaufnahmen zielführend; ggf. sind dann auch Schichtaufnahmen erforderlich.

Ursache

Die Wirbelsäule ist ein beweglicher Stab, in dem die Wirbelkörper durch knöcherne Strukturen und Bänder sowie durch die spezielle Konstruktion der Bandscheiben in ihrer Position gehalten werden. Durch biomechanische Störungen kann es zu einer Verschiebung der Wirbelkörper gegeneinander kommen. Dies kann durch Abnutzungserscheinungen aber auch durch Störungen im Wirbelwachstum ausgelöst werden. Diese Entwicklung hat nichts mit der Vermutung vieler Patienten zu tun, ein Wirbel „sei ausgerenkt“. Die Folge der Instabilität ist eine gestörte Kraftübertragung mit sekundären Folgen für die gesamte Wirbelsäule und hierbei vor allem für die Bandscheiben. In schweren Fällen können Nerven eingeengt werden.

Konservative Therapie

Instabilitäten eines oder mehrerer Wirbelsäulensegmente werden in der Regel konservativ behandelt. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der muskulären Stabilisierung der Wirbelsäule, um den Prozess aufzuhalten und strukturelle Schädigungen zu verhindern. In der Physiotherapie soll der Patient Übungen erlernen, die er dann dauerhaft eigenständig durchführen sollte. Eventuell können auch Übungen im Rahmen eines Gerätetrainings durchgeführt werden. Eine ergänzende medikamentöse Therapie kann in Absprache mit dem Patienten in der akuten Phase erfolgen. Für körperliche Belastungen kann auch eine Wirbelsäulenbandage rezeptiert werden.

Operative Therapie

Bei schweren Instabilitäten können neurologische Ausfälle wie Sensibilitätsstörungen und/oder Lähmungserscheinungen auftreten. In diesen Fällen ist ein operatives Vorgehen zu überlegen, weshalb wir unsere Patienten dann in spezialisierte Fachabteilungen überweisen. Dort werden die Notwendigkeit und die Möglichkeiten eines operativen Eingriffs genau erörtert und dann zusammen mit dem Patienten das weitere Vorgehen festgelegt. Bei operativem Vorgehen werden eingeengte Nerven befreit und das instabile Segment durch Metallimplantate fixiert. Das hat keine generelle Einsteifung der Wirbelsäule zur Folge, wie viele Patienten befürchten; lediglich das bereits vorher sehr eingeschränkte Segment wird versteift.

Symptome

Wichtigstes Symptom bei Spinalstenosen ist eine abnehmende Gehfähigkeit. Im Extremfall müssen die Patienten nach wenigen Metern regelmäßig stehen bleiben, da ausstrahlende Beschwerden und ein Schwächegefühl in beiden Beinen auftreten. Dies erinnert an die „Schaufensterkrankheit“ bei Durchblutungsstörungen der Beine. Bei Spinalstenose ist insbesondere das Bergabgehen schmerzhaft, da der Oberkörper aufgerichtet wird und die Enge im Spinalkanal so eher zunimmt. Nach einer kurzen Rast, eventuell mit zusätzlich nach vorne gebeugtem Oberkörper, können dann wieder einige Meter bewältigt werden. In Sitzen und im Liegen sind die Patienten in der Regel weitgehend schmerzfrei.

Ursache

Die Wirbelsäule hat u.a. die Funktion, das Rückenmark zu schützen. Es verläuft  im Spinalkanal, dessen Wände aus Wirbeln, Bandscheiben und Bändern bestehen. Durch Abnutzungserscheinungen kann dieser Kanal eingeengt werden. Dies kann durch Knochenanwüchse, Bandscheibenvorfälle, verdickte Bänder und auch durch Wirbelverschiebungen (siehe: „Instabilität“) bedingt sein. Natürlich kann es auch bei Wirbelbrüchen oder tumorösen Veränderungen zu Verengungen des Rückenmarkkanals kommen.

Konservative Therapie

Die konservative Therapie der Spinalkanalstenose beinhaltet die im Kapitel „Rückenschmerzen“ aufgeführten Behandlungen. Der Therapeut muss auf die spezifischen Veränderungen bei diesem Krankheitsbild eingehen. Ein regelmäßiges Gehtraining ist anzuraten, um die Gehähigkeit zu erhalten.

Operative Therapie

Schichtaufnahmen der Wirbelsäule zeigen das Ausmaß der Enge und die Ursachen. Eine Operationsindikation ist dann gegeben, wenn der Patient mit seinen Einschränkungen nicht mehr zurecht kommt, seine Lebensqualität also zu sehr eingeschränkt ist und/oder wenn neurologische Ausfälle auftreten. Hier muss eine sorgfältige Erörterung stattfinden, da Spinalkanalstenosen meist Erkrankungen älterer Menschen sind, bei denen häufig durch Begleiterkrankungen das Narkose- und OP-Risiko erhöht ist. An dieser Stelle ist die Beurteilung des Hausarztes oft von entscheidender Bedeutung. Die Überweisung in spezialisierte Fachabteilungen sichert eine optimale Information des Patienten über das Krankheitsbild und die operativen Möglichkeiten.

Symptome

Bei der Skoliose findet man eine C- oder S-förmige Seitverkrümmung der Wirbelsäule, in der Regel mit einer Verdrehung (Torsion) der Wirbelkörper einhergehend. Diese Torsion führt dann zu einer Fehlstellung auch der Rippen und der wirbelsäulennahen Muskeln, was zum sogenannten „Rippenbuckel“ und zu einem „Lendenwulst“ führen kann. Mädchen sind häufiger betroffen als Jungen. Skoliosen, die im Wachstumsalter auftreten können sich unbehandelt bis zum Abschluss des Wachstums verschlimmern. Im Erwachsenenalter findet man in der Regel nur ein sehr langsames Fortschreiten der Fehlstellung. In diesem Lebensabschnitt sind Skoliosen eher durch degenerative Veränderungen oder als Folge von Wirbelbrüchen zu finden.

Ursache

Skoliosen können in allen Lebensabschnitten auftreten, sogar bereits im Säuglingsalter. Die häufigste Form sind Skoliosen im Wachstumsalter, die „Adoleszentenskoliosen“, bei denen etwa ab dem 8. Lebensjahr eine meist zunehmende seitliche Wirbelsäulenverkrümmung auffällt. Mädchen sind häufiger betroffen als Jungen. Genetische Faktoren spielen als Ursache eine Rolle; es kann aber auch ohne erbliche Komponente zur Ausbildung dieser Skolioseform kommen. Wirbelsäulenverkrümmungen können auch durch Verschleißerscheinungen, durch Wirbelbrüche und als Folge einer Osteoporose entstehen.

Konservative Therapie

Im Vordergrund der Behandlung von Skoliosen steht die krankengymnastische Beübung. Bei vorhandenen Beinverkürzungen müssen eventuell Schuherhöhungen rezeptiert werden. Ab einem Skoliosewinkel von 20° muss im Wachstumsalter auch an die Verordnung eines Skoliosekorsetts gedacht werden. Dies ist eine eingreifende Therapieform, da das Korsett 23 von 24 Stunden zu tragen ist und dies bis zum Wachstumsabschluss. Für Heranwachsende ist das natürlich eine enorme Herausforderung, die die ganze Familie einbezieht. Ab einem Skoliosewinkel von 50° werden operative Maßnahmen diskutiert. Gottseidank ist dies nur in sehr seltenen Fällen erforderlich. Eine stationäre Rehabilitation in speziellen Kliniken ist eine weitere Therapieoption.

Operative Therapie

Wird im Röntgenbild ein Skoliosewinkel von über 50° gemessen, so werden operative Maßnahmen diskutiert. Wir überweisen Patienten dann in spezialisierte Fachabteilungen zur Beratung und Entscheidung über ein operatives Vorgehen. Wird die Indikation zur Operation gestellt, so werden Fehlstellungen der betroffenen Wirbelsäulenabschnitte soweit möglich korrigiert und durch Metallimplantate stabilisiert. Erfreulicherweise ist ein operatives Vorgehen nur in den seltendsten Fällen erforderlich.

Das Hüftgelenk ist das größte Kugelgelenk und nach dem Kniegelenk das zweitgrößte Gelenk des menschlichen Körpers. Es lässt die Bewegung in allen drei Bewegungsebenen zu und bildet den Übergang vom Rumpf zu den Beinen. Durch sehr kräftige Muskelgruppen die vor und hinter dem Drehpunkt ansetzen können sehr hohe Drehkräfte über starke Sehnen und Sehnenplatten durch das Gelenk übertragen werden. Etwa 1,5 Millionen Bewegungen führt das Hüftgelenk im Jahr aus. Es trägt dabei nicht nur ständig das normale Körpergewicht, sondern wird schon beim normalen Gehen mit dem Dreifachen und bei einem Stolpern sogar mit fast dem zehnfachen des Körpergewichtes belastet.

Symptome

  • Schmerzen bei Belastung und nach längeren Gehen (Belastungsschmerz)
  • Schmerzen zu Beginn einer Bewegung (Anlaufschmerz)
  • Schmerzen in der Leiste mit Ausstrahlung in den Oberschenkel
  • Beschwerden beim treppab Gehen
  • Hinkender Gang nach längerer Gehstrecke
  • Ruheschmerzen
  • Eingeschränkte Beweglichkeit

 

Ursache

Die Arthrose des Hüftgelenkes (Coxarthrose) ist eine sehr häufige Erkrankung. Eine Vielzahl unterschiedlicher Faktoren können einzeln oder auch in Kombination für die Entstehung einer Hüftarthrose die Ursache sein. Sie kann als Folge von Verletzungen, Fehlstellungen und Überlastungen, Stoffwechselerkrankungen, Übergewicht sowie in zunehmendem Alter aber auch ohne erkennbare Ursache auftreten. Besonders häufig entsteht die Coxarthrose auf Grund einer Fehlstellung, eines Unfalls oder einer entzündlichen Vorerkrankung. Durch Verschleiß oder unfallbedingter Schädigung des Gelenkknorpels kommt es zu einer Deformierung des Gelenkes mit nachfolgender Bewegungseinschränkung, sowie Schmerzen zunächst unter Belastung und später auch in Ruhe.

 

Konservative Therapie

Eine Behandlung, die an den Ursachen ansetzt und diese beseitigt, gibt es bislang nicht. Deshalb beschränken sich alle Maßnahmen auf die Schmerzlinderung, Erhalt bzw. Erhöhung von Beweglichkeit und Gehleistung sowie darauf, das Fortschreiten der Arthrose zu verzögern. Hierzu zählen u.a.:

  • Krankengymnastik
  • Physikalische Therapie (TENS=transcutane elektrische Nervenstimulation)
  • Gabe von Schmerzmittel (NSAR)
  • Cortison
  • Orthopädische Hilfen (Gehstützen)

 

Operative Therapie

Sind die konservativen Behandlungsmöglichkeiten irgendwann erschöpft oder können aus anderen Gründen nicht fortgeführt werden, kommen je nach Alter des Patienten und Schweregrad des Hüftgelenkverschleißes nachfolgende operative Eingriffsmöglichkeiten in Frage

  • Hüftgelenksarthroskopie
  • Umstellungsosteotomie
  • Hüft-Tolatendoprothese

Symptome

Die Symptome der Hüftgelenksdysplasie bei Säuglingen sind zunächst Seitenungleichheit der Gesäßfalten und Bewegungseinschränkungen der betroffenen Hüfte beim Strampeln. Das Auftreten von Beschwerden ist abhängig von der schwere der Gelenkfehlbildung. Bei schweren Formen kommt es ohne Behandlung zu bleibenden Schäden des Hüftgelenks mit: Hinken, Gangstörungen und Schmerzen. Endzustand schwerer Formen ist die Hüftgelenksarthrose. Leichtere Formen weisen keine Schmerzen auf. Im Erwachsenenalter ist die Hüftdysplasie eine der häufigsten Ursachen für belastungsabhängige Leistenschmerzen.

 

Ursache

Bei der Hüftdysplasie handelt es sich um eine Überdachungsstörung des Hüftkopfes im Sinne einer mangelhaften Umfassung. Dies kann angeboren oder erworben sein. Die Hüftdysplasie stellt die häufigste, angeborene knöcherne Fehlbildung beim Menschen dar. Bei nicht erkennen oder unbehandelt führt dies zu einem vorzeitigen Hüftgelenksverschleiß (Coxarthrose), häufig schon im jungen Alter. Frauen sind 3x häufiger betroffen als Männer. Typisch für die Hüftdysplasie ist auch das mehrfache Auftreten in Familien oder in bestimmten Regionen. Neben den Fehlstellungen können auch Entwicklungsstörungen der knorpeligen Anlage des Hüftgelenks eine Dysplasie hervorrufen. Eine schwere Form der Hüftdysplasie stellt die Hüftluxation dar, hierbei kommt es zu einer Ausrenkung des kindlichen Hüftgelenkes auf Grund der ausgeprägten Fehlbildung.

 

Konservative Therapie

Bei den leichteren Formen der Hüftgelenkfehlbildung reicht es meist aus, das Baby konsequent breit zu wickeln, dies wird von modernen Windeln unterstützt. Auch das Tragen von Babys im Babytragetuch kann Dysplasien entgegenwirken. Es muss ein Steg entstehen, der von der Kniekehle zu Kniekehle reicht und eine Abspreizung von 30 bis 45 Grad beidseits erreicht. Die Beine dürfen nicht herabhängen. Das Baby sollte im Tragetuch, mit tiefem Po und Kniekehlen etwa in Bauchnabel-höhe des Kindes, hocken. Das gilt im Übrigen auch für Kinder mit gesunden Hüften. Sind die Veränderungen schwerer, so wird eine Bandagenversorgung, das Tragen einer Schiene oder ein Gips erforderlich. Es kann sogar notwendig werden, durch eine Operation dafür zu sorgen, dass die Hüftköpfe wieder in die Pfannen hineinrutschen können. Beim Auftreten von Beschwerden bei Jugendlichen oder beim jungen Erwachsenen wird zunächst immer ein konservativer Therapieversuch mit Krankengymnastik unternommen.

 

Operative Therapie

Bei Entsprechender Ausprägung, erfolgloser konservativer Therapie oder zunehmenden Beschwerden kann eine Operation erforderlich werden. Hierbei wird die Gelenkkongruenz mit Einstellung des Hüftkopfes in der Gelenkpfanne wieder hergestellt. Die Art der Operation hängt dabei vom Alter der erkrankten Person ab. Bei Kindern erfolgt eine orthopädische Operationstechnik, welche eine Überdachung des Hüftkopfes verbessern soll (Salter-Osteotomie). Bei erwachsenen Personen erfolgt überwiegend eine 3-fach Beckenosteotomie nach Tönnis (Triple-Osteotomie), bei der das Becken an den drei Stellen (Darmbein, Schambein und Sitzbein) durchtrennt und die Gelenkpfanne neu positioniert wird. Dies bewirkt ein Schwenken des Hüftkopfes, wodurch dieser schließlich wieder überdacht werden kann. Zur weiteren Stabilisierung werden Schrauben oder Drähte eingebracht, welche in der Regel etwa ein Jahr nach der Operation wieder entfernt werden.

Symptome

  • Leistenschmerz
  • Durchdringende Schmerzen bei der Hüftbeugung
  • Stechende Schmerzen in der Leiste bei langem Sitzen
  • Bewegungseinschränkungen in der Hüfte, vor allem bei der Beugung
  • Bei entsprechender körperlicher Beanspruchung kommt es zu einer schmerzhaften Einschränkung der Hüftbeweglichkeit


Der Schmerz ist auslösbar durch Anspreizen und gleichzeitiger Innendrehung. Anders als bei der Hüftgelenksarthrose verschwindet der Innenrotationsschmerz schon bei leichter Abspreizung.

 

Ursache

Beim so genannten Femoro-Acetabulären Impingement (FAI) handelt es sich um ein Enge-Syndrom zwischen Hüftkopf und Hüftpfanne Die genauen Ursachen für die Entstehung sind noch nicht gänzlich geklärt. Eine genetische Veranlagung scheint eine Rolle zu spielen. Eine weitere Ursache wird in einer erhöhten Belastung der Wachstumsfuge während einer kritischen Phase des Wachstumsschubes im Pubertätsalter gesehen. Sportarten mit einem bestimmten Belastungsprofil (häufige Beugung und Innendrehung im Hüftgelenk wie beim Eishockey) scheinen ein höheres Risiko für die Entwicklung eines FAI zu sein. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten des FAI. Dem Pincer oder Kneifzangen Impingement, bei dem das Problem auf der Seite der Hüftpfanne liegt. Und zweitens dem Cam-Impingement bei dem das Problem auf der Seite des Schenkelhalses liegt. Reine Pincer- oder Cam-FAI sind jedoch eher selten. In den meisten Fällen tritt eine Kombination aus beiden Typen auf.

 

Konservative Therapie

Bei nur geringen Fehlformen und bei Gelenken, die durch das Impingement noch keinen Knorpelschaden aufweisen, kann eine gezielte konservative Behandlung erfolgreich sein. Den Schwerpunkt bildet ein konsequentes und regelmäßiges Muskeltrainingsprogramm, welches zum einen Teil aus einer Physiotherapie und zum anderen Teil aus selbstständigen Übungen besteht. Das Ziel ist es, eine ausgewogene Muskelbalance und eine gute Rumpfkraft zu entwickeln, um funktionelle muskuläre Schmerzen zu lindern und die muskuläre Führung zum Schutz des Gelenkes zu verbessern. Unterstützend können entzündungshemmende Schmerzmittel verordnet und eventuell therapeutische Spritzen (Infiltrationen) in das Hüftgelenk injiziert werden. Die Formveränderung der Hüftkopfes und / oder der Pfanne kann durch eine konservative Therapie jedoch nicht beseitigt werden. Eine unsachgemässe Physiotherapie hat häufig sogar einen nachteiligen Effekt, da durch manche Bewegungsübungen das Impingement geradezu ausgelöst wird.

 

Operative Therapie

Nach erfolgloser konservativer Behandlung und/oder zunehmender Knorpel-schädigung ist eine Operation zu empfehlen. In den meisten Fällen kann dieser Eingriff minimalinvasiv mit einer Hüft-Arthroskopie (Gelenkspiegelung) durchgeführt werden. Bei der Hüftarthroskopie wird ein Extensionstisch verwendet. Die Extension (das heißt Zug am Bein) ist notwendig, um das Hüftgelenk einige Millimeter «auseinanderzuziehen», damit im Gelenk mit ausreichend Platz und Übersicht operiert werden kann. Üblicherweise werden drei Schnitte (sogenannte Portale) mit einer Länge von jeweils knapp 2 cm benötigt, um alle Operationsschritte im Gelenk korrekt durchführen zu können. Die betroffenen Gelenkanteile (Pfanne oder Oberschenkel) werden in ihrer Form korrigiert damit das Einklemmen nicht mehr auftreten kann. Häufig wird der knorpelige Pfannenrand (Labrum) wieder angenäht (refixiert). Am Schenkelhals wird unter Röntgen-kontrolle mit einer Kugelfräse eine korrekte Taillierung hergestellt. Am Operationsende kann dann unter Sicht der Bewegungsumfang überprüft werden.

Orthopädische Probleme im Handgelenk können durch Verletzungen, Überlastung oder degenerative Erkrankungen verursacht werden. Zu den häufigsten Verletzungen gehören Handgelenkfrakturen und Sehnenverletzungen. Das Karpaltunnelsyndrom und Arthrosen der Handwurzelgelenke, der Fingergelenke und des Daumensattelgelenks sind ebenfalls häufige Ursachen für Beschwerden im Bereich des Handgelenks und der Hand. Diese können zu Schmerzen, Schwellungen, eingeschränkter Beweglichkeit und Funktionsverlust führen.

Symptome

Bewegungsschmerzen vor allem bei Belastung und schmerzhafte Einschränkungen der Beweglichkeit sind die häufigsten Symptome der Arthrose im Bereich der Hand und Finger. Darüber hinaus kann es auch zu störenden Verformungen der Finger und des Handbereichs kommen.

 

Ursache

Schädigung des Gelenkknorpels, Ursächlich werden ein Übermaß an Belastung, angeborene oder traumatisch bedingte Ursachen, wie Fehlstellungen der Gelenke, oder auch knöcherner Deformierung durch Knochenerkrankungen wie Osteoporose gesehen. Die Arthrose kann ebenfalls als Folge einer anderen Erkrankung, beispielsweise einer Gelenkentzündung (Arthritis) entstehen (sekundäre Arthrose) oder mit überlastungsbedingter Ergussbildung (sekundäre Entzündungsreaktion) einhergehen (aktivierte Arthrose). An den Händen sind folgende Gelenke häufig von Arthrose betroffen: Die Fingermittelgelenke und Fingerendgelenk, das Daumensattelgelenk, das Handgelenk.

 

Konservative Therapie

Ziel der konservativen Maßnahmen ist es, die Beweglichkeit und damit die Funktion der Hand zu erhalten und die Schmerzen zu lindern. Hierzu können neben einer medikamentösen Therapie mit den klassischen entzündungshemmenden Medikamenten ( Ibuprofen, Diclofenac) und Kortison, Bewegungsübungen sowie Kälte und / oder Wärmeanwendungen beitragen. In speziellen Fällen können Injektionen mit Hyaluronsäure zu einer Linderung der Beschwerden beitragen. Auch Röntgenreizbestrahlungen oder die Gelenke entlastende Bandagen oder Orthesen können zu einer Besserung der Beschwerden führen.

 

Operative Therapie

Bei Versagen der konservativen Therapiemaßnahmen können ggf. einzelne Gelenke operativ stillgelegt (versteift) werden. Bei starken Arthrosebeschwerden im Bereich des Daumensattelgelenks werden sehr gute Ergebnisse durch die operative Entfernung eines der am Gelenk beteiligten Handwurzelknochens erzielt.

Symptome

Die Krankheit entwickelt sich oft unbemerkt, da Schmerzen selten vorkommen. In der Regel entstehen zunächst kleine Knoten oder Stränge in der Hohlhand, besonders über dem Klein- und Ringfinger. Diese Knoten werden anfänglich häufig als Schwielen fehlinterpretiert. Im weiteren Verlauf kann es zu einer Kontraktur (Zusammenziehen) dieser Bindegewebsstränge kommen, was dazu führt, dass die betroffenen Finger schließlich nicht mehr vollständig gestreckt werden können. Typischerweise tritt zuerst eine Beugung des Fingergrundgelenks auf, später kann auch eine zusätzliche Einschränkung der Streckung im Mittelgelenk auftreten. In schweren Fällen kann dies mit einer Überstreckung im Endgelenk kombiniert sein.

 

Ursache

Die genaue Ursache der Erkrankung ist noch nicht vollständig geklärt. Es gibt jedoch Hinweise auf einen genetischen Faktor, was zu einer familiären Häufung führen kann. Zudem tritt die Erkrankung häufiger bei Patienten mit Diabetes und Epilepsie auf, die medikamentös behandelt werden. Männer sind etwa fünfmal häufiger betroffen als Frauen.

 

Operative Therapie

Die Krankheit kann in jedem Stadium verbleiben, aber in der Regel schreitet sie voran. Die Bindegewebsstränge ziehen sich weiter zusammen, und es kommt zu einer zunehmenden Beugung der betroffenen Finger. Da die Komplikationsgefahr bei einem operativen Eingriff und das zu erwartende Ergebnis stark von der Beugung des betroffenen Fingers abhängen, ist es ratsam, nicht zu lange mit einem Eingriff zu warten, insbesondere wenn das Mittelgelenk betroffen ist.

Symptome

Ganglien können mechanische Gelenkschmerzen verursachen und darüber hinaus auch als kosmetisch störend empfunden werden. Typischerweise manifestiert sich ein dumpfer Schmerz in der Nähe der Zyste, gelegentlich kann es auch zu brennenden Schmerzen kommen. Selbst wenn die Zyste noch nicht sichtbar oder tastbar ist, können Schmerzen auftreten, was in solchen Fällen als versteckte (okkulte) Ganglien bezeichnet wird. Die Größe der Ganglionzysten kann variieren und sie können teilweise sogar ganz verschwinden.

 

Ursache

Ein Ganglion bildet sich in der Regel als Reaktion auf Abnutzungs- und Überlastungsprozesse im Bereich der Gelenkbänder oder Sehnenscheiden. Diese Bänder und Sehnen sind anfällige Stellen, an denen sich die mit Schleimhaut ausgekleidete Gelenkkapsel wie ein Ventil ausstülpen kann, beginnend mit der Ansammlung verdickter Flüssigkeit im Handgelenk. Dieser Mechanismus erklärt, warum Ganglien in ihrer Größe variieren können. Die Schmerzen entstehen durch die mechanische Beeinträchtigung der Gelenkfunktion.

Ganglien treten am häufigsten auf dem Handrücken auf. Der Großteil dieser Handgelenksganglien hat ihren Ursprung in der Bandverbindung zwischen dem Kahn- und Mondbein, beides Knochen der ersten Handwurzelreihe. Seltener kommen Ganglien auch auf der Daumenseite der Beugeseite des Handgelenks oder entlang der Beugesehnenscheiden an der Hand vor. In sehr seltenen Fällen kann ein Ganglion sogar nach innen wachsen und gegen den Knochen drücken.

 

Konservative Therapie

Die Entscheidung für eine Behandlung hängt von den Symptomen ab. Wie zuvor erwähnt, zeigen Ganglien eine relativ hohe Selbstheilungsrate. Daher ist in den frühen Stadien in der Regel kein sofortiger operativer Eingriff erforderlich. In seltenen Fällen kann jedoch die Größe eines Ganglions Nerven komprimieren. Eine anhaltende Kompression kann zu einer irreversiblen Nervenschädigung führen, weshalb in solchen Fällen das Ganglion entfernt werden sollte, um den Nerv zu entlasten. Bei Beteiligung des Knochens ist eine regelmäßige Kontrolle des Befunds und des Ganglionwachstums erforderlich, um Knochenschäden zu vermeiden.

In den meisten Fällen beginnt die Behandlung von Ganglien mit einer Spritzentherapie, bei der ein lokal wirkendes Kortisonpräparat verwendet wird. Dies kann bereits vielen Patienten helfen.

 

Operative Therapie

Wenn die zuvor genannten therapeutischen Maßnahmen keine Linderung bringen und die Beschwerden fortbestehen, kann eine operative Behandlung in Erwägung gezogen werden. Die effektivste Option ist in diesem Fall die chirurgische Entfernung des Ganglions. Aufgrund der tiefen Entstehung des Ganglions im Inneren des Handgelenks erfordert eine solche Operation nicht nur die Entfernung des Zystensacks, sondern auch des Ganglionstiels, der die Zyste mit Flüssigkeit versorgt. Dieser umfassende Eingriff minimiert die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Bildung des Ganglions mit hoher Sicherheit.

Symptome

Durch Einengung einer der drei , die Hand versorgenden Nerven (Nervus medianus) im Handwurzelkanal (Karpaltunnel), kommt es in der Regel zu ziehenden Schmerzen in der Hohlhand mit Ausstrahlung in den Unterarm und zu typischen Gefühlsstörungen des Daumens , des Zeigefingers , des Mittelfingers und Teilen des Ringfingers. Auch eine Hypotrophie (Schwund) der Daumenballenmuskulatur kann in fortgeschrittenem Krankheitsstadium auftreten. Die Beschwerden treten häufig in der Nacht oder nach Belastungen auf. Durch eine neurologische Untersuchung lassen sich die Beschwerden von anderen Schmerzen im Bereich der Hand zuverlässig unterscheiden.

 

Ursache

Einengung des Nervus medianus im Karpaltunnel durch degenerative Veränderungen an Sehnen und Bändern, nach Speichenfrakturen, gelegentlich nach Schwangerschaften.

 

Konservative Therapie

Durch nächtliches Tragen von speziellen Schienen (Medianusschiene).

 

Operative Therapie

Operative Eröffnung des Karpaltunnels durch Durchtrennung eines straffen Bandes im Bereich der Hohlhand und dadurch Entlastung des eingeengten Nerven.

Symptome

Mit schnellendem Finger (auch Schnappfinger oder Digitus saltans) wird eine Erkrankung bezeichnet, bei der die Beugesehnen eines Fingers über dem beugeseitigen Fingergrundgelenk (am Übergang von Hohlhand zu Finger) verdickt sind und dadurch nicht mehr frei durch das dortige Ringband (genauer A1-Ringband) gleiten können (sog. Ringband-Stenose). Dadurch kommt es zu einem Schnappen‘ des Fingers beim Beugen, zum Strecken muss oft nachgeholfen werden.

 

Ursache

Degenerative Veränderungen/Verdickungen im Bereich der Beugesehnen mit reizungsbedingter Verdickung des Ringbandes.

 

Konservative Therapie

Entzündungshemmende Medikamente (auf Dauer nicht erfolgversprechend).

 

Operative Therapie

Operative Spaltung des Ringbandes über eine kleine Hautinzision.

Unsere Füße sind aus 26 Knochen aufgebaut welche über 33 Gelenke miteinander verbunden sind. 100 Bänder halten sie zusammen und 20 Muskeln mit ihren Sehnen sorgen für Bewegung und festen Stand. Die Füße können schon beim Säugling verformt sein. Schmerzen in den Füßen treten bei fast jedem Erwachsenen im Laufe des Lebens auf.

Symptome

Das Sprunggelenk ist verdickt und in der Beweglichkeit eingeschränkt. Immer wieder treten Schwellungen und Schmerzen auf.

 

Ursache

Eine häufige Ursache der Sprunggelenksarthrose sind vorangegangene Brüche des Sprunggelenkes. Aber auch wiederkehrende Entzündungen (Arthritiden z.B. bei Gicht) oder chronische Instabilitäten nach Bandverletzungen können zu Arthrosen im Bereich des Sprunggelenks oder der Fußwurzelgelenke führen.

 

Konservative Therapie

Ein fester, knöchelhoher Schuh mit abgerundeter Sohle gleicht die vorhandene Bewegungseinschränkung aus und erleichtert das Gehen. Der Schuh sollte eine weiche Sohle besitzen. In schweren Fällen kann ein orthopädischer Schuh verordnet werden. Sämtliche Maßnahmen der konservativen Arthrosetherapie, wie z.B. medikamentöse Behandlung, Bestrahlung, Physiotherapie oder Injektionen mit Hyaluronsäure oder eigenem Plasma kommen zur Anwendung.

 

Operative Therapie

Wenn die konservative Therapie der Arthrose versagt, sind operative Maßnahmen in vielen Fällen hilfreich. Möglich ist eine Gelenkspiegelung („Arthroskopie“) mit Entfernung loser Knorpelstücke, Abtragung von störenden Knochenzacken und Beseitigung von einklemmendem Kapselgewebe. Damit lässt sich häufig eine deutliche Linderung erzielen. Bei der schweren Sprunggelenksarthrose kommt die Versteifung des Gelenkes oder ein Kunstgelenk in Frage.

 

Nehmen Sie Ihre Gesundheit selbst in die Hand

Mögliche Behandlungen für Arthrose sind:

  • ACP Therapie
  • Injektion von Hyaluronsäure

Symptome

Typisch für die Achillodynie ist ein stechender Schmerz an der Achillessehne unter Belastung. Die Achillessehne ist druckempfindlich. Typischerweise kommt es auch häufig zu einer spindeligen Verdickung der Sehne ca. 3 cm oberhalb des Ansatzes am Fersenbein. Bei Entzündung der Sehnenscheide kann ein knirschen getastet werden. Beim Riss der Achillessehne wird häufig ein Krachen oder Knallen verspürt. Ein Bluterguss entsteht und eine Delle kann im Verlauf der Achillessehne getastet werden. Die Fußsenkung gegen Widerstand ist abgeschwächt.

 

Ursache

Häufigste Erkrankung der Achillessehne ist die „Achillodynie“. Besonders häufig betroffen sind Laufsportler. Aber auch ungewohnte Belastungen können die Erkrankung auslösen. Es kommt zu degenerativen Prozessen in der Sehne mit Schwellung des Sehnengleitgewebes und Verdickung der Sehne. Häufig ist auch ein Riss der Achillessehne durch eine plötzliche akute Kraftanstrengung (z.B. Sprint). In der Regel ist die Sehne bereits durch degenerative Prozesse vorgeschädigt.

 

Konservative Therapie

Die wichtigste Therapie ist ein konsequentes Dehnen der Achillessehne. Die Trainingsbelastung sollte reduziert werden. Lokale Eismassagen nach dem Sport sind schmerzlindernd. Ein Fersenkeil im Laufschuh reduziert die Belastung der Achillessehne. Als effektivste Therapie hat sich bei uns die Stoßwellentherapie mit zusätzlichem Kinesiotaping bewährt. Der Riss der Achillessehne kann sowohl operativ als auch konservativ behandelt werden. Die jeweilige Therapie mit Vor- und Nachteilen muss dem Patienten angepasst und eingehend besprochen werden.

 

Operative Therapie

Wenn die konservative Therapie versagt, können operative Maßnahmen eine Heilung bringen. Vor jeder Operation sollte eine MRT-Untersuchung erfolgen. Dabei zeigen sich gelegentlich Teilrisse oder zystische Veränderungen der Sehne. Bei dem Eingriff wird die Sehne freigelegt, stark degenerativ veränderte Sehnenbezirke ausgeschnitten und die Sehne wieder stabil vernäht. Die Operation des Achillessehnenrisses kann minimal-invasiv und offen erfolgen. Unsere Standardmethode ist die minimal-invasive Naht, mit einem Speziellen Instrumentarium, über einen nur etwa 2 cm langen Hautschnitt, wobei die Sehnenstümpfe aneinandergezogen werden, ohne die Rissstelle zu eröffnen.

 

Nehmen Sie Ihre Gesundheit selbst in die Hand

Mögliche Behandlungen für Achillodynie sind:

  • ACP Injektionen
  • Stoßwellentherapie

Symptome

Typischerweise tritt sofort nach dem Umknicken eine eiförmige Schwellung vor dem Außenknöchel auf. Dies ist ein fast sicherer Hinweis, dass zumindest der vordere Teil des Außenbandes gerissen ist. Die volle Belastung des Fußes ist oft noch möglich. Bei starker Stauchung des Knochens oder einer knöchernen Verletzung kann der Fuß in der Regel nicht mehr ohne starke Schmerzen belastet werden.

 

Ursache

Die häufigste Bandverletzung am menschlichen Körper ist der Riss der Außenbänder am Sprunggelenk. Die Verletzung ereignet sich beim typischen Umknicken nach außen. Auch eine Schädigung des Innenbandes ist beim Umknicken nach innen mit gleichzeitiger Rotation möglich. Dies ist jedoch wesentlich seltener.

 

Konservative Therapie

In der Regel erfolgt nach der Diagnosesicherung eine Behandlung mit Pflasterverbänden (Tapeverbänden) und von der Industrie angefertigten flexiblen Schienen (Orthesen). Hiermit kann in der überwiegenden Zahl der Fälle eine vollständige Wiederherstellung der Sprunggelenksfunktion und Stabilität erreicht werden. Die Heilungszeit der Außenbänder beträgt ca. 6 Wochen.

 

Operative Therapie

Wenn eine Außenbandverletzung nicht ausheilt, kann eine chronische Instabilität mit immer wieder auftretendem Umknickereignissen und Schmerzen entstehen. Dies ist nicht selten der Fall bei nicht konsequenter und adäquater Behandlung einer primären Außenbandruptur. Kann durch intensives Training und Physiotherapie keine Stabilisierung erreicht werden, muss ggf. eine sogenannte Außenbandplastik durchgeführt werden. In der Regel wird das vorhandene Narbengewebe bei dem Eingriff gestrafft und mit Knochenhaut verstärkt („Operation nach Brostroem oder Karlsson“). Auch ein Bandersatz durch eine körpereigene Sehne kann in Einzelfällen erforderlich sein.

Symptome

Es kommt zur Verbreiterung des Vorfußes und zu einer zunehmenden X-Fehlstellung der Großzehe. Dies führt häufig zu einem störenden u. meist schmerzhaften Druck auf der Innenseite des Großzehenballens im Schuh. Bei starker Fehlstellung kann die Großzehe auf die 2. Zehe Zehe drücken und Diese nach oben verdrängen, was wiederum Druckprobleme im geschlossenen Schuh verursachen kann. Eine Hammer- / Krallenzehe kann sich ausbilden.

 

Ursache

Die Hauptursache für den Hallux valgus ist Vererbung. Meistens besteht ein Spreizfuß. Frauen sind überwiegend betroffen. Auch zu enge und hochhackige Schuhe können eine Ursache sein. Von einem sekundären Hallux valgus wird gesprochen, wenn z.B. Rheuma oder Gicht zur Fehlstellung der Großzehe führt.

 

Konservative Therapie

Der häufig vorhandene Spreizfuß sollte durch eine Einlage abgestützt werden. Damit kann die Verbreiterung des Vorfußes gebremst werden. Nachtschienen haben kaum einen Effekt und führen bei stärkerer Fehlstellung häufig zu Gelenkschmerzen. Eine spezielle Art der Fußgymnastik, die sogenannte Spiraldynamik, kann eventuell die Verschlechterung aufhalten.

 

Operative Therapie

Ist durch konservative Therapiemaßnahmen keine Verbesserung mehr zu erreichen oder nehmen die Beschwerden trotz dieser Maßnahmen zu, ist durch eine Operation die Korrektur der Fehlstellung möglich und führt in der Regel zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden, wenn nicht sogar zur Beschwerdefreiheit. Leichte, mittelschwere und schwere Fehlstellungen erfordern unterschiedliche Operationsverfahren. Wir führen routinemäßig alle gängigen Verfahren der Vorfußchirurgie durch. Da wir alle Patienten auch nach der Operation betreuen, wissen wir genau welche Verfahren sich in der Praxis bewähren.

Symptome

Am häufigsten ist die fixierte Beugestellung im Mittelgelenk mit der Schwiele („Hühnerauge“) auf der Streckseite der Zehe. Die Schwiele wird ausgelöst durch den Druck des Schuhs auf den darunterliegenden Knochen. Bei der Krallenzehe ist die Fehlstellung im Grundgelenk und die Zehenkuppe hat keinen Bodenkontakt.

 

Ursache

Fehlstellungen der Kleinzehen sind meistens Folge einer Fußfehlstellung. Durch das Absinken des Quergewölbes beim Spreizfuß kommt es zur Verkrümmung der Zehen und zur Ausbildung von schmerzhaften Schwielen.

 

Konservative Therapie

Das Abtragen der Hornschwiele und das Tragen von ausreichend weitem Schuhwerk kann eine Verbesserung bringen. Einlagen stützen das abgeflachte Quergewölbe und die Zehe begradigt sich in leichten Fällen. Bei ausgeprägter Fehlstellung ist eine operative Korrektur erforderlich.

 

Operative Therapie

Bei flexiblen Deformitäten kann eine Verpflanzung der Beugesehne vom Zehenendglied auf das Grundglied eine gute Korrektur erreichen („Beugesehnentransfer“). Wenn die Hammerzehe in der Fehlstellung eingesteift ist, hilft nur eine knöcherne Korrektur. Der häufigste operative Eingriff ist die Entfernung des Grundgliedköpfchens („Hohmann Operation“). 

Symptome

Knorpelschäden führen häufig zu Schwellung des Gelenkes und zu Belastungsschmerzen. Bei der Osteochondrosis dissecans können sich Knorpelstücke ablösen, im Gelenk einklemmen und eine Gelenkblockierung auslösen.

 

Ursache

Die dünne Knorpelschicht des Sprunggelenkes ist hochbelastet.  Eine Fläche von ca. 12 cm2 muss das gesamte Körpergewicht tragen. Knorpelschäden sind meistens die Folge von Verletzungen (Frakturen, Umknicktraumen). Häufig sind auch Durchblutungsstörungen des Knochens mit Schädigung des darüberliegenden Knorpels („Osteochondrosis dissecans“).

 

Konservative Therapie

Knorpelschäden heilen sehr schlecht. Bei frischen Knorpelschäden nach Verletzung ist eine mehrwöchige Entlastung erforderlich. Die Heilung des Knorpels kann unterstützt werden durch Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit Glucosamin und Chondroitin. Möglich sind auch Injektionen mit Hyaluronsäure oder ACP.

 

Operative Therapie

Abgelöste Knorpelstücke sollten durch eine Arthroskopie entfernt werden. Der darunter liegende Knochen wird mit einer feinen Ahle eröffnet (Mikrofrakturierung). Dadurch kommt es zum Einwandern von Stammzellen welche einen Ersatzknorpel bilden. Bei großen Knorpeldefekten kann ein Hyaluronsäure-Vlies (Hyalofast) zur Defektdeckung eingebracht werden.

Symptome

Beim Fersensporn kommt es zu Schmerzen an der hinteren Fußsohle bei Belastung. Typisch ist ein morgendlicher Anlaufschmerz. Eine schmerzhafte Verdickung der Achillessehne im Sehnenverlauf wird als Achillodynie bezeichnet. Häufig betroffen sind Läufer oder Personen welche eine neue Sportart beginnen.

 

Ursache

Schmerzen im Bereich des Rückfußes können an der Fußsohle oder im Bereich der Achillessehne lokalisiert sein. Beim typischen Fersensporn kommt es zu Schmerzen an der hinteren Fußsohle bei Belastung. Ursache ist eine Ansatzentzündung der Fußsohlensehne, der Plantarfaszie. Es kommt zu degenerativen Prozessen des Sehnenansatzes am Fersenbein und durch Verknöcherung entsteht der Sporn welcher im Röntgenbild sichtbar ist.

 

Konservative Therapie

Der Fersensporn ist im Allgemeinen gut konservativ behandelbar. Eine Einlage mit Fersenweichpolsterung und Entlastung der Plantarfaszie sollte getragen werden. Bei der Achillodynie hat ein konsequentes Stretching der Achillessehne und der Wadenmuskulatur einen positiven Effekt. Die Symptome sind oft langwierig. Sehr gute Behandlungsergebnisse werden hier insbesondere mit der Stoßwellentherapie erzielt.

 

Operative Therapie

Eine operative Therapie des plantaren (im Bereich der Fußsohle gelegenen Fersensporns) ist nur in äußerst selten Fällen erforderlich. Beim hinteren Fersensporn ist eine operative Abtragung nach Versagen der konservativen Therapie sinnvoll und bringt in der Regel sehr gute Behandlungsergebnisse.

 

Nehmen Sie Ihre Gesundheit selbst in die Hand

Mögliche Behandlungen bei Rückfußschmerzen sind:

  • ACP Therapie
  • Stoßwellentherapie

Symptome

Beim Vorfußschmerz (Metatarsalgie) kommt es zum Absinken des Quergewölbes am Vorfuß und zu einer Überlastung der Bänder und Mittelfußköpfchen. Häufig entzündet sich das Grundgelenk an der 2. Zehe. Der Vorfuß schmerzt bei Belastung und auf Druck. Häufig ist eine leichte Schwellung sichtbar. Durch chronische Drucküberlastung der sensiblen Nerven in diesem Bereich kann es zur Entstehung eines sogenannten Morton-Neurinoms(= knotige Verdickung der sensiblen Nerven) kommen. Dies kann zu elektrisierenden Schmerzen meist in der 3. und 4. Zehe führen. Hier kann auch ein Taubheitsgefühl auftreten.

 

Ursache

Schmerzen am Vorfuß treten häufig beim Spreizfuß nach Überlastung auf. Ungewohnte sportliche Aktivitäten aber auch langes gehen barfuß auf hartem Untergrund können den Schmerz auslösen. Unspezifische Schmerzen am Vorfuß werden als Metatarsalgie bezeichnet. Weitere Ursachen können ein Ermüdungsbruch oder ein Nervenknötchen („Morton-Neurinom“) sein.

 

Konservative Therapie

Die Behandlung besteht in Schonung, Eisauflagen, Salbeneinreibungen und evtl. Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten. Eine elastische Spreizfußbandage mit einer Pelotte kann Linderung bringen. Eine Stützung des Fußquergewölbes mit einer entsprechenden Einlage zur Entlastung der überlasteten Vorfußbereiche ist die wichtigste und wirksamste Maßnahme.

 

Operative Therapie

Gelegentlich bleiben trotz aller Maßnahmen dauerhaft Schmerzen. Häufig findet sich dann im Röntgenbild eine angeborene Überlänge des 2. Mittelfußknochens. Durch eine operative Verkürzung des 2. Mittelfußknochens durch die Weil-Operation kann Abhilfe geschaffen werden. Falls die Ursache ein Morton-Neurom (Nervenknötchen) ist, wird der Nerv operativ freigelegt und eventuell das Knötchen entfernt.

Das Ellenbogengelenk ist eine komplexe Struktur, die von zahlreichen Bändern, Muskeln und Sehnen umgeben ist. Diese sorgen für Stabilität und ermöglichen die präzise Steuerung der Bewegungen. Orthopädische Probleme im Ellenbogengelenk können durch Verletzungen, Überlastung oder degenerative Erkrankungen verursacht werden. Zu den häufigsten Verletzungen zählen Ellenbogenfrakturen, Bänderrisse, Sehnenentzündungen und Epicondylitis (Tennis- oder Golferellenbogen). 

Symptome

Bei der Arthrose treten zu Beginn Belastungsschmerzen auf, im späteren Stadium auch Ruheschmerzen. Das Gelenk ist verdickt und schwillt immer wieder an. Häufig ist die Beweglichkeit eingeschränkt und die volle Streckung und Beugung nicht mehr möglich.

Ursache

Häufig ist keine Ursache der Ellenbogenarthrose feststellbar. Dann wird sie als primäre Arthrose bezeichnet. Nach jahrelanger schwerer körperlicher Arbeit und als Folge von Verletzungen (Knochenbrüche, Luxation) kann ebenfalls eine Arthrose auftreten. Dies wird als sekundäre Arthrose bezeichnet.

Konservative Therapie

Die konservative Therapie der Arthrose umfasst alle Maßnahmen die auch an anderen Gelenken zur Anwendung kommen. Zur Lokalbehandlung mit Salben kommt die Einnahme von Schmerztabletten, Bandagen, Bestrahlungen, Physiotherapie und Injektionen.

Operative Therapie

Die operative Behandlung der Ellenbogenarthrose kommt nur selten zur Anwendung. Bei starker Bewegungseinschränkung können störende Knochenwülste und  freie Gelenkkörper entfernt werden. Gleichzeitig wird die Kapsel im vorderen Bereich gelöst. Der Eingriff erfolgt in der Regel stationär. Er kann arthroskopisch oder offen durchgeführt werden. Bei der Nachbehandlung ist intensive Physiotherapie erforderlich. Zur Anwendung kommen auch spezielle Lagerungsschienen in Beugung und Streckung und sogenannte Quengelschienen.

Symptome

Bei freien Gelenkkörpern kommt es zu plötzlich auftretenden Schmerzen und einem Blockierungsgefühl. Teilweise löst sich dies wieder durch schütteln des Gelenkes.

Ursache

Im Rahmen einer Verletzung oder einer beginnenden Arthrose können sich Knorpel- oder Knochenstücke ablösen und im Gelenk einklemmen. Auch schon im Jugendalter kann dies durch eine Überlastung des Knochens oder eine lokale Durchblutungsstörung auftreten. Man spricht dann von einer Gelenkmaus.

Konservative Therapie

Eine sinnvolle konservative Behandlung gibt es nicht. Das Tragen einer Bandage kann die Schmerzen reduzieren.

Operative Therapie

Bei freien Körpern kann durch eine Arthroskopie des Ellenbogens das störende Knorpel-/Knochenstück entfernt werden. Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant in Vollnarkose. Es sind mehrere kleine Hautschnitte erforderlich um alle Bereiche des Ellenbogens zu erreichen.

Symptome

Bei der Instabilität kommt es zu einem schmerzhaften Schnappen und zu Belastungsschmerzen. 

Ursache

Eine Instabilität des Ellenbogens ist in der Regel Folge einer Verletzung. Häufig tritt sie auf in Verbindung mit einer Luxation (Verrenkung).

Konservative Therapie

Hier kommen bei leichter Instabilität Bandagen zum Einsatz. Physiotherapie zur muskulären Stabilisierung des Gelenkes hat nur wenig Aussicht auf Erfolg.

Operative Therapie

Bei der akuten Bandverletzung im Rahmen einer Luxation kann das gerissene Band genäht werden.
Bei der chronischen Instabilität kommen Sehnenersatzplastiken zur Anwendung. In der Regel wird ein Streifen der Trizepssehne vom Oberarm entnommen und als Bandersatz eingesetzt.

Symptome

Typisch sind Schmerzen außen- oder innenseitig am Ellbogen beim festen zugreifen. Es besteht ein lokaler Druckschmerz und ein Dehnschmerz der Unterarmmuskuskulatur. Der Schmerz auf der Außenseite wird als „Tennisellenbogen“ und der Schmerz auf der Innenseite als „Golferellenbogen“ oder „Werferellenbogen“ bezeichnet.

Ursache

Die Hand- und Unterarmmuskulatur setzt an einer kleinen Stelle innen- und außenseitig am Ellbogen an. Der Sehnenübergang in den Knochen ist schlecht durchblutet. Durch akute oder chronische Überlastung kommt es zur Schädigung des Sehnenansatzes. Wegen der geringen Durchblutung ist die Heilungstendenz schlecht.

Konservative Therapie

Mittlerweile ist bekannt, dass die Schädigung eher durch degenerative Prozesse und weniger durch Entzündung hervorgerufen wird. Der Krankheitsverlauf ist häufig langwierig. Eine Heilung tritt oft erst nach 1-2 Jahren ein. Eine breite Palette an konservativen Behandlungsmöglichkeiten steht zur Verfügung. Am häufigsten kommen die Lokalbehandlung mit Eis/Salbe zur Anwendung, Dehnübungen, die Injektion von Cortison, Bandagen und Physiotherapie. Wir verwenden auch Injektionen mit Hyaluronsäure, angereichtertem Plama („Eigenblut“, ACP-Therapie) und die Lasertherapie.

Operative Therapie

Beim Versagen der konservativen Therapie ist die operative Therapie erfolgreich in 90% der Fälle. Die Operation besteht in der Ablösung der Sehnenansätze zur Zugentlastung und in der Entfernung der Knochenhaut (Operation nach Hohmann). An der Außenseite erfolgt in gleicher Sitzung die Verödung eines sensiblen Nerven zur Schmerzreduktion (Operation nach Wilhelm). Auf der Innenseite kann gleichzeitig der Ellennerv freigelegt werden um hier Gefühlsstörungen am Kleinfinger zu beseitigen.

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